20. August 2020 / Im Interview

Helfer*innen während der Corona-Krise in Rheda-Wiedenbrück

Dominic Brune - Stadtbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes Rheda-Wiedenbrück

von TW

Interview mit Dominic Brune - Stadtbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes Rheda-Wiedenbrück 

Aufgaben während des Einsatzes:

• Führen des Bereitstellungsraums
• Akquise und Verwaltung aller eingesetzten Malteser Kräfte der mobilen Teams
• Kommunikation mit dem gemeinsamen Einsatzstab der Hilfsorganisationen NRW
• Mitarbeit im Malteser Einsatzstab Kreis Gütersloh (S2/Lage und S3/Einsatz)
• Unterstützung in der Verpflegung

 

Mein RHWD: Wie häufig warst du während des Lockdownes im Einsatz?
Dominic Brune: Ich selber war die kompletten 14 Tage im Einsatz - an verschiedenen Stellen. Das war nur möglich, da ich in diesem Zeitraum von meinem Arbeitgeber freigestellt wurde.

Mein RHWD: Wie hat so ein Arbeitstag ausgesehen?
Dominic Brune: Kein Arbeitstag war wie der andere - alleine schon auf Grund der verschiedenen Stellen, an denen ich während des Lockdowns eingesetzt war.
Daher hier ein Beispiel:
7 - ca. 14 Uhr Führung des Bereitstellungsraums am Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück 
Anschließend habe ich mich (auch von zuhause aus) um die Akquise und Verwaltung der Malteser Einsatzkräfte aus NRW, Niedersachsen und Hessen gekümmert. Damit war ich in der Regel bis ca. 23 Uhr beschäftigt.
Zwischendurch habe ich an diversen Videokonferenzen zu verschiedenen Themen (z. Bsp. Testzentren, Logistik, usw.) teilgenommen.
An 4 Tagen habe ich - neben den organisatorischen Tätigkeiten - bei der Helferverpflegung an der Kreisfeuerwehrschule in St. Vit mitgewirkt.

Mein RHWD: Gab es Reaktionen aus der Bevölkerung zu eurer Arbeit?
Dominic Brune: Die Reaktionen waren überwiegend sehr positiv und hilfsbereit.
So haben einige St. Viter Bürger tolle Kuchen für die Einsatzkräfte an der Kreisfeuerwehrschule gebacken und gespendet. Für den Breitstellungsraum am Berufskolleg haben einige Unternehmer gespendet, so dass die dort eingesetzten Kräfte mit Kaffee versorgt waren.
Solche Aufmerksamkeiten würden wir nie erwarten und sind daher sehr dankbar dafür.
Auch aus Gesprächen mit den Kollegen der mobilen Teams konnte ich immer wieder positive Eindrücke mitnehmen.

Mein RHWD: Gab es einen besonderen Moment, der dir noch in Erinnerung geblieben ist? Welchen persönlichen Eindruck haben die Einsatztage bei dir hinterlassen?
Dominic Brune: Ganz besonders beeindruckt war ich von dem Zusammenhalt aller Hilfsorganisationen. In der Regel wurde an den meisten Stellen kein Unterschied zwischen Malteser, DRK, Bundeswehr und den anderen beteiligten Hilfsorganisationen gemacht. Alle haben sehr gut zusammengearbeitet.
Für mich als Malteser war allerdings auch der Besuch des Vize Präsidenten der Malteser in Deutschland, Prinz Albrecht von Croy, ein besonderer Moment. Er hat sich bei allen Einsatzkräften nach der aktuellen Situation erkundigt, hat mit ihnen über ihre Arbeit in der Lage gesprochen und anschließend allen Einsatzkräften seinen Dank ausgesprochen, die an diesem Einsatz beteiligt waren. Außerdem hat er seinem Besuch genutzt, um sich auch in den sozialen Netzwerken mit dem Kreis Gütersloh solidarisch zu zeigen.

Mein RHWD: Danke für das Interview, Dominic.
Dominic Brune: Sehr gerne.

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