6. Januar 2022 / Allgemeines

Grußwort zum Neuen Jahr 2022

Bürgermeister Theo Mettenborg

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

der Start in das neue Jahr beginnt anders als erhofft. Endlich mal wieder unbeschwert die Seele baumeln zu lassen, das hätten wir uns alle sehr gewünscht. Doch die Corona-Pandemie fordert uns länger und stärker als gedacht. Wir können sie nur gemeinsam mit viel Kraft, Durchhaltevermögen und vor allem Zuversicht überwinden. 

Ich danke Ihnen, dass Sie sich vorbildlich solidarisch verhalten und mit Gemeinschaftssinn zusammenstehen. Mein ganz besonderer Dank gilt allen, die unser gesellschaftliches Zusammenleben besonders tragen. Dazu gehören in herausragender Weise die Menschen im Gesundheitswesen und im Pflegebereich, im Rettungsdienst und in der Feuerwehr, im Polizei- und Ordnungsdienst, in unseren Schulen und Kitas, in karitativen Aufgaben, in unseren Hilfsdiensten und in vielen anderen Bereichen, die durch die Pandemie erheblich belastet sind.

Das Angebot von bezahlbarem Wohnraum hat für uns hohe Priorität. In 2021 haben wir die Voraussetzungen für 250 neue Wohneinheiten geschaffen. Neben der Schaffung von Wohnraum durch Nachverdichtung, Umnutzung und Schließen von Baulücken werden bis zum Jahr 2025 rund 700 zusätzliche Wohneinheiten auch mit barrierefreien und geförderten Wohnungen in Neubaugebieten entstehen. Die notwendigen Bauleitplanungen werden umgesetzt. Die Wettbewerbskonzeption für das ehemalige Kombi-Areal steht und gibt eine gute Grundlage für die Bebauung dieser städtebaulich bedeutsamen Fläche mit Wohn- und Geschäftshäusern an der Hauptstraße. Die grundsätzliche Entscheidung für das Wohn- und Einzelhandelskonzept an der Kolpingstraße gibt uns Schwung für die weiteren Umsetzungsschritte. Das Projekt ist mit einem guten Mix aus Wohn- und Geschäftsraum eine wichtige Investition in unsere Stadt hinein.

Der Klimawandel trifft uns in allen Lebensbereichen. Wir tragen gemeinsam Verantwortung für unsere Zukunft. Das Ziel der Klimaneutralität und -resilienz für Rheda-Wiedenbrück haben wir fest im Blick. Mit zukunftswirksamen Maßnahmen, wie z. B. der Solaroffensive für unsere Liegenschaften, unserem Dach- und Fassadenbegrünungsprogramm, der Weiterentwicklung unseres Mobilitätskonzeptes sowie einer geplanten Pflanzoffensive mit tausenden Bäumen im öffentlichen Stadtraum und einem „Bürgerwald“, gehen wir bereits wichtige Schritte - doch weitere große Projekte müssen folgen. Den durch unsere Lokale Agenda vorgeschlagenen „Klimabeirat“ begrüße ich ausdrücklich. Mit einem gemeinsamen Auftakt zum Klimaschutz bereits zu Anfang des Jahres lassen sich die anstehenden Aufgaben besser und zielgerichteter angehen. Ein offener Diskurs in unsere Stadtgesellschaft hinein hilft uns.

In den letzten Monaten des vergangenen Jahres sind die Wohnbedingungen der bei uns lebenden Menschen aus osteuropäischen Ländern kritisch beleuchtet worden. Seit 2015 arbeiten wir aus dem Runden Tisch heraus intensiv an Verbesserungen. Die Überprüfungen der Bezirksregierung Mitte 2020 haben gezeigt, dass unsere Kontrollen wirken. Unsere städtischen Kräfte kontrollieren alle Wohnunterkünfte, die dem Unternehmen Tönnies direkt zuzuordnen sind. Die weiteren privaten Anmietungen sind allerdings für uns nicht frei zugänglich, der private Wohnraum ist grundgesetzlich geschützt. Wir nutzen alle rechtlichen Möglichkeiten und auch die persönliche Ansprache der zahlreichen Eigentümer. Geben Sie uns gerne Hinweise zu Wohnsituationen, die Sie als unzureichend wahrnehmen. Wir wirken weiter sehr konkret auf Lösungen hin. Das bleibt eine Aufgabe, die uns sehr langfristig fordert und verpflichtet.

Wir investieren an vielen Stellen in unserer Stadt. Wichtige Infrastrukturmaßnahmen, beginnend mit der Erneuerung der Bahnhofstraße, der Erneuerung „Am Sandberg“ durch das Land NRW in diesem Jahr und der Hauptstraße durch den Kreis Gütersloh Ende 2022/Anfang 2023 sind auf einem guten Weg. Wir arbeiten weiter daran, unser Rheda-Wiedenbrück noch fahrradfreundlicher und noch barrierefreier zu machen.

Digitalisierung ist eine Selbstverständlichkeit – unsere gute Versorgungslage beim Glasfaserausbau sichern wir mit flankierenden Fördermaßnahmen. Die Schaffung und der Ausbau von gutem Schulraum für unsere Kinder hat weiterhin Priorität. Der Erweiterungsanbau an unserer Parkschule steht hier stellvertretend für weitere Maßnahmen, wie z.B. die Sanierung und die bauliche Erweiterung an der Brüder-Grimm-Schule oder die Konzeptentwicklung zur Erweiterung der Gesamtschule am Standort Wiedenbrück. Anfang 2022 werden wir unsere Schulen und Bildungseinrichtungen mit umfangreicher Förderung an das Breitbandnetz anschließen. Zur Stärkung der digitalen Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler konnten wir unsere Schulen im vergangenen Jahr nochmal mit weiteren 1500 IPads ausstatten. Wir liegen jetzt bei einer Ausstattungsquote von fast 1:2. Unser Ziel ist es, jedem Kind ein IPad anbieten zu können. 

Mit der anstehenden behutsamen Erneuerung der „Spielerei“ in unserem Flora-Park wahren wir die attraktive Struktur und sichern diesen sehr beliebten Spielbereich. Als tolle Bereicherung wollen wir zum Saisonbeginn 2022 den lang ersehnten Pumptrack an unserem Skatepark „Altes Klärwerk“ eröffnen. Die bestehenden Freizeitangebote für unsere Jugendlichen bewerten wir aktuell. Unser Ziel muss es sein, möglichst viele Plätze für Kinder und Jugendliche, für alle Generationen, zugänglich zu halten. Ich versichere Ihnen, dass wir auch mit Nachdruck das Ziel verfolgen, neue Spiel- und Sportangebote zu schaffen. Als Zukunftsperspektive wollen wir Rheda-Wiedenbrück noch weiter als „Sportstadt“ etablieren. Unsere größte Sportanlage, das 40 Jahre alte Sportzentrum Burg, wird seit Sommer bereits umfassend modernisiert. Eine neue Sportentwicklungsplanung wird eine gute Grundlage liefern, alle Angebote und Bedarfe in unserer Stadt in den Blick zu nehmen und die Sportförderung gemeinsam weiterzuentwickeln. Wir planen die vielfältigen Maßnahmen auch finanzwirtschaftlich wohlüberlegt.

Seit nunmehr zehn Jahren begleiten wir mit unserem eigenen Jugendamt als Jugendhilfeträger unsere Familien, Kinder und Jugendlichen unmittelbar und sehr nah. Die durch unseren Stadtrat dazu getroffenen Entscheidungen wirken bis heute positiv in unsere Stadt. Unser Handeln ist geprägt von dem Ziel, Rheda-Wiedenbrück noch kinder- und familienfreundlicher zu gestalten.

Gemeinsam geht vieles leichter. Das zeigen die vielen wertvollen ehrenamtlichen Initiativen einzelner Personen und Gruppen beispielhaft mit dem Küsterhaus St. Vit, den vielfältigen Projekten unserer Bürgerstiftung, dem tollen Engagement um das Kloster Wiedenbrück, dem einzigartigen Corona-Hilfsfonds, dem vereinsgetragenen Bau des Rugby-Vereinsheims, dem Verein „Ein Teil vom Ganzen all inklusiv“, dem Zusammenwirken in „Wir sind Batenhorst“, der dorfeigenen Idee „Lintel energieautark“, ebenso wie mit dem gemeinschaftlichen Wirken unseres Seniorenbeirates, einer guten Zusammenarbeit im Integrationsrat, dem Engagement Jugendlicher im Jugendforum. Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich und beispielgebend für das herzliche ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die sich täglich für ein gutes Miteinander stark machen. Sie sind das pulsierende Herz unserer Stadt!

Uns alle eint der Wunsch nach menschlichen Begegnungen und warmherzigem Austausch. Gemeinsam trägt uns die Hoffnung, dass wir im neuen Jahr wieder ein Stück Leichtigkeit im Miteinander zurückgewinnen können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Menschen, die Ihnen nahestehen, ein gutes und gesundes neues Jahr 2022!

Ihr

Theo Mettenborg

Quelle & Bild: Stadt Rheda-Wiedenbrück

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