Die Zahl der Toten nach einer Explosion in einer Kohlemine in Zentralkolumbien ist auf 21 gestiegen. «Trotz aller Anstrengungen der Rettungskräfte verloren bei diesem tragischen Unfall in Sutatausa leider 21 Menschen ihr Leben», schrieb der kolumbianische Präsident Gustavo Petro auf Twitter. Die zehn Verschütteten seien gefunden worden, berichteten kolumbianische Medien unter Berufung auf Behörden. In der Nacht auf Mittwoch hatte Präsident Petro bereits elf Tote bedauert. Feuerwehrleute, Rotes Kreuz, Zivilschutz, die Nationale Bergbauagentur ANM und andere Einsatzkräfte waren an den Rettungs- und Bergungsarbeiten beteiligt. Nun sollen auch die zehn gefundenen Leichen geborgen werden. «Es können keine Maschinen eingesetzt werden, weil sie die Struktur der Minen beschädigen und zu noch schlimmeren Einstürzen führen könnten», sagte der Gouverneur von Cundinamarca, Nicolás García Bustos. Ausgetretene Gase hatten die Arbeiten der kolumbianischen Zeitung «El Tiempo» zufolge erschwert. Nach ersten Informationen der Feuerwehr waren mehrere miteinander verbundene Minen voll mit Methangas und Kohlestaub gewesen, was zu der Explosion und einer Kettenreaktion führte. Die Bergbauagentur ANM kündigte an, die offizielle Genehmigung für den Betrieb der Mine auszusetzen und die Ursachen für die Explosion zu untersuchen. Immer wieder kommt es in Kolumbien zu folgenschweren Unfällen in Minen, die oft schlecht gesichert sind. Das Land ist nach dem Verbot des Imports russischer Kohle in die EU wegen des Ukraine-Krieges zurzeit einer der größeren Kohle-Lieferanten Deutschlands. In vielen Ländern Lateinamerikas ist auch illegaler Bergbau ein großes Problem.
Bildnachweis: © Ivan Valencia/AP
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schon 21 Tote nach Grubenunglück in Kolumbien
Mehrere verbundene Minen hatte sich mit Methangas und Kohlestaub gefüllt, dann kam es zu einer Explosion. Nun wurden neben den elf bereits geborgenen Toten weitere Verschüttete gefunden.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 30. August 2026
Kapitän nach Fährunglück vor Zypern festgenommen - Acht Tote
Wie konnte es zu dem Fährunglück mit mehreren Toten kommen? Auf Zypern wird der Kapitän des Schiffes festgenommen - viele Menschen werden noch vermisst.
Neueste Artikel
- 5. September 2026
Alphaville-Sänger kritisiert «Beschneidung» und warnt
Nach dem Hin und Her um einen Alphaville-Auftritt auf dem Glücksgefühle-Festival findet Sänger Marian Gold klare Worte: Er warnt vor rechtsradikalen Tendenzen und kritisiert die Veranstalter scharf.
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. September 2026
Alphaville-Sänger kritisiert «Beschneidung» und warnt
Nach dem Hin und Her um einen Alphaville-Auftritt auf dem Glücksgefühle-Festival findet Sänger Marian Gold klare Worte: Er warnt vor rechtsradikalen Tendenzen und kritisiert die Veranstalter scharf.
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

