Wegen seiner antisemitischen Äußerungen wurde Rapper Kanye West zuletzt häufig kritisiert - nun ist der Twitter-Account des Musikers erneut gesperrt worden. «Ich habe mein Bestes versucht. Trotzdem hat er erneut gegen unsere Richtlinien gegen Anstiftung zur Gewalt verstoßen. Der Account wird suspendiert», schrieb Twitter-Boss Elon Musk am Freitag. Laut Medienberichten bezieht sich Musk dabei auf einen mittlerweile gelöschten Tweet von West. Der 45-Jährige soll darin das Bild einer Swastika (Hakenkreuz) verbreitet haben. West sorgte zudem mit Sympathiebekundungen für Adolf Hitler für Kritik, die er laut Medienberichten in einer Show auf der rechten Webseite Infowars geäußert haben soll. Im Netz ist das Video der Sendung von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones zu sehen - angeblich mit Kanye West. Angeblich, denn das Gesicht ist wegen einer strumpfartigen Maske nicht zu erkennen. Die Vereinigung Republican Jewish Coalition sprach auf Twitter nach der Show von «einer schrecklichen Jauchegrube gefährlichen, bigotten Judenhasses». Zudem wurde bekannt, dass West die vor allem bei Anhängern von Ex-Präsident Donald Trump populäre Twitter-Alternative Parler nun doch nicht kaufen wird. «Parlement Technologies möchte hiermit bestätigen, dass das Unternehmen in gegenseitigem Einvernehmen mit Ye die Pläne zum Verkauf von Parler beendet hat. Diese Entscheidung wurde im Interesse beider Parteien Mitte November getroffen», teilte das Unternehmen, zu dem Parler gehört, am Donnerstag auf einem nicht-verifizierten Twitter-Account mit. Zahlreiche US-Medien zitierten zudem eine Sprecherin des Unternehmens, die den Inhalt des Tweets bestätigte. Im Oktober hatte es noch geheißen, der Verkauf solle noch in diesem Jahr abgewickelt werden. Nähere Details etwa zum Preis teilte das Unternehmen damals nicht mit. Parler bezeichnet sich als eine auf Redefreiheit ausgerichtete Online-Plattform. Der noch vergleichsweise kleine Dienst war als eine Art Twitter-Kopie gestartet, auf der alles erlaubt war. Weil Beiträge entdeckt wurden, die unter anderem zu Gewalt gegen konkrete Personen aufriefen und den Nationalsozialismus verherrlichten, war Parler zeitweise aus Apples App Store entfernt worden. Die aktuellen Fälle stehen in einer Reihe ähnlicher Vorfälle um den Rapper, der sich mittlerweile Ye nennt. So hatte jüngst der Sportartikelhersteller Adidas die Partnerschaft mit West wegen dessen antisemitischen Äußerungen beendet. Auch bei Twitter war West schon einmal gesperrt worden. Musk schrieb damals, er habe mit West gesprochen «und meine Besorgnis über seinen jüngsten Tweet ausgedrückt - die er, glaube ich, sich zu Herzen genommen hat».Der Parler-Deal ist geplatzt
Bildnachweis: © Ashley Landis/AP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Twitter sperrt Kanye West erneut
Weiter Wirbel um Kanye West: Erneut soll der Rapper sich antisemitisch geäußert haben, sorgt damit für Schock und harsche Kritik - und erntet Konsequenzen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
Neueste Artikel
- 8. Oktober 2026
Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.
- 8. Oktober 2026
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Oktober 2026
Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.
- 8. Oktober 2026
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.

