9. November 2022 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Das Gegenteil von Rückenwind

1:2 Heimniederlage

Spielbericht des SC Wiedenbrück: 

Im Vergleich zum 1:1 bei der U23 des FC Schalke 04 nahm Daniel Brinkmann drei Wechsel in der Startelf vor. Für Phillip Abogaye (5. Gelbe Karte) startete Niklas Szeleschus auf dem Flügel, Hendrik Lohmar übernahm für Oliver Zech (Verletzung am Sprunggelenk) im Zentrum und in der Spitze feierte Benedikt Zahn sein Startelfcomeback, für ihn nahm Emre Aydinel zunächst auf der Bank platz.
 
Nachdem zunächst Marcel Hölscher, als mittlerweile alleiniger, Rekordspieler der Regionalliga West von Dominik Jansen und Mike Ostenfelder geehrt wurde, kam unsere Elf mit voller Wucht aus dem Startblock. Denn nach nur wenigen Sekunden feuerte Niklas Szeleschus die Kugel aus gut 20 Metern an die Latte. In der direkten Anschlussaktion pfiff Robert Jendrusch das Spielgerät erneut um die Ohren, als Hendrik Lohmar das Tor mit einem Fernschuss nur um einen Wimpernschlag verfehlte.
 
Da war es dann gleich doppelt bitter, als der Gast nach der ersten Ecke unvermittelt in Führung ging, als Kohsuke Tsuda am langen Pfosten zum 0:1 einschob (11.).
 
Unbeeindruckt von dem Gegentreffer erhöhte der SC Wiedenbrück die Schlagzahl und glich nach 26 Minuten verdient aus, als Stanislav Fehler nach einer weiten Flanke den durch Mann und Maus durchrutschende Ball lässig über die Linie schubste.
 
Vier Minuten später war Marcel Hölscher gefordert, als er einen verdeckten Freistoß von Mats Scheid mit einer Sensationsparade aus dem Eck fischte.
 
Kurz danach überschlugen sich die Ereignisse, als Daniel Hammel direkt vor den Trainerbänken Tim Böhmer mit einem extrem fiesen Tritt von hinten und ohne Not niederstreckte und von Schiedsrichter Cedric Gottschalk dafür lediglich die gelbe Karte erhielt.
 
Anstatt nun in Unterzahl zu agieren, ging Kaan – Marienborn dann sogar mit der nächsten Aktion in Führung, als Derrik Kyere nach einem frühen Ballgewinn Marcel Hölscher keine Chance ließ und zum 1:2 ins kurze Eck abschloss.
 
Gleich nach der Pause der nächste Aufreger, als der bereits gelb verwarnte Daniel Hammel Maik Amedick von hinten in die Beine grätsche, in dieser Situation komplett ohne Verwarnung davon kam und Kaan so zu elft weiterspielen durfte.
 
Nach gut einer Stunde erspielte sich der SC Wiedenbrück dann die ersten Chancen auf den Ausgleich, als Manfredas Ruzgis zunächst eine Brosowski – Flanke nur knapp verpasste und anschließend im 1:1 am starken Jendrusch scheiterte (61.).
 
Kurz danach war der Fußballnachmittag für „Manni“ aber auch schon wieder beendet, als er nach einem Ballverlust mit einer Grätsche nachsetzte und von Schiedsrichter Cedric Gottschalk mit knallrot des Feldes verwiesen wurde. War diese Entscheidung im Vergleich zu der Aktion von Daniel Hammel vor der Pause bereits extrem schwierig, dürfte es der Referee mit der anschließenden Szene in das „Wolfgang – Ahlenfelder – Schiedsrichtermuseum“ in Idar – Oberstein unter die Exponate die Kategorie „Kuriositäten“ geschafft haben.
 
Denn als Daniel Brinkmann einen Wechsel vornehmen wollte, lies er zusammen mit seinem Linienrichter Martin Amedick zwar das Spielfeld verlassen, pfiff aber wieder an bevor Bahattin Karahan den Platz überhaupt betreten hatte. Somit musste unsere Elf zunächst sogar in doppelter Unterzahl agieren.
 
Anschließend rückte aber wieder der Sport und damit Robert Jendrusch in den Mittelpunkt, als Kaan’s Fänger zunächst eine Fackel von Stanislav Fehler spektakulär um den Pfosten bog und anschließend einen Kopfball mit einem verrückten Reflex von der Linie kratzte.
 
Kurz danach war dann auch schon Schluss und es blieb eine Niederlage, die nicht nur unseren Coach das Wochenende verhagelt hatte: „Ein Fazit fällt heute schwer. Wir kommen gut rein, geraten dann ausgerechnet durch einen Standardsituation in Rückstand, obwohl wir dies im Vorfeld des Spiels explizit angesprochen hatten. Das 1:2 erzielen wir dann quasi selbst. Letztlich muss man sagen, dass es einkalkuliert ist, dass wir mal in ein eine Phase geraten, in der es mal schwieriger für uns wird. Entscheidend ist jetzt nur, dass wir Schritt für Schritt aus dieser Situation herauskommen. Damit wünsche ich allen ein schönes Wochenende, auch wenn ich selbst keins haben werde“.
 
Darum drücken wir unseren Jungs umso mehr die Daumen, dass am kommenden Samstag bei RW Oberhausen der Wind endlich mal wieder von hinten weht und nicht wie in den vergangenen Wochen stetig kalt ins Gesicht pustet. Anstoß im Stadion Niederrhein ist um 14 Uhr.

Quelle: SC Wiedenbrück
Bild: Marina Brüning

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