12. April 2023 / News aus der Welt

KKH: Zahl der heuschnupfengeplagten Menschen steigt

Niesattacken, Augenjucken und eine laufende Nasen: Immer mehr Menschen leiden unter Heuschnupfen. Und das in einer Zeit, zu der die Pollensaison immer länger dauert.

Besonders Erwachsene mittleren Alters sind betroffen: Immer mehr Menschen leiden unter Pollenallergien.
Veröffentlicht am 12. April 2023 um 16:51 Uhr von dpa

Die Zahl der an Heuschnupfen leidenden Menschen in Deutschland ist einer neuen Untersuchung zufolge zwischen 2011 und 2021 spürbar gestiegen. In dem Zeitraum stieg die Zahl der Pollenallergikerinnen und -allergiker um 11,5 Prozent, wie die KKH Kaufmännische Krankenkasse am Mittwoch in Hannover mitteilte. Frauen seien öfter betroffen als Männer. Die KKH ist mit über 1,6 Millionen Versicherten eine der größten bundesweiten gesetzlichen Kassen.

Für die Untersuchung wertete die Krankenversicherung bundesweite Daten ihrer Versicherten aus. 2021 wurden insgesamt 95 233 bei der KKH versicherte Patienten mit der Diagnose eines pollenbedingten Heuschnupfens erfasst. Der Anteil der Heuschnupfenpatienten am Versichertenbestand lag 2011 bei 5,0 Prozent, 2016 waren es 5,2 Prozent und 2021 stieg der Anteil auf 5,6 Prozent.

Bei Betroffenen lösen den Angaben zufolge umherfliegende Baum- und Gräserpollen eine allergische Reaktion in den Schleimhäuten von Nasen, Bronchien und Augen aus. Dabei schütte der Körper sogenannte Histamine aus, die für Niesattacken, Augenjucken und eine laufende Nase sorgen. Wichtig sei, einen Heuschnupfen rasch zu erkennen und zu behandeln, warnte die Krankenkasse. Unbehandelt könne Heuschnupfen sich verschlimmern und zu chronischem Asthma führen. Der Klimawandel führe zudem dazu, dass die Pollensaison immer länger werde.

Besonders auffällig nach Einschätzung der KKH: Vor allem bei Erwachsenen mittleren Alters wurde in den vergangenen 10 Jahren häufig Heuschnupfen diagnostiziert. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen stieg die Zahl der Betroffenen demnach um etwa ein Drittel, bei den 70- bis 74-Jährigen verdoppelte sie sich sogar fast. Gerade für ältere Menschen seien Allergien eine zusätzliche Belastung für das Immunsystem, urteilte die Krankenversicherung.


Bildnachweis: © Angelika Warmuth/dpa
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