28. Februar 2017 / Allgemeines

Später Tiefschlag am Tivoli

Zwei Gegentore in den Schlußminuten

Später Tiefschlag am Tivoli

Der Aachener Tivoli und der SC Wiedenbrück werden in diesem Fußballeben tatsächlich keine Freunde mehr. Auch im vierten Anlauf gab es nicht nur keine Punkte, sondern eine 1:3 (0:0) Niederlage, die in Summe zwar nicht unverdient, in ihrem Zustandekommen aber überdurchschnittlich bitter war.

Durch den krankheitsbedingten Ausfall von Mariusz Rogowski und Gelb-Rot Sperre von Stipe Batarilo rutschte Sebastian Spinrath ganz nach links in die Viererkette, Michael Wiemann verteidigte neben Robin Twyrdy zentral in der Kette und den Job auf der rechten Außenbahn übernahm David Lauretta, der sich im Wechsel mit Oliver Zech immer wieder in die Offensive einschaltete.

So entwickelte sich in der Anfangsphase schnell ein offener und rasanter Schlagabtausch, in dem die Alemannia zwar durch zwei listig ausgeführte Ecken die ersten Torchancen besaß, unsere Elf aber durch einen, in höchster Not geblockten, Schuss von Oliver Zech und einen durchaus ahndungswürdiges Foul im Strafraum von Jannik Löhden an Gökan Lekesiz selbst auch gute Aktionen besaß.

Während Aachen durch Daniel Hammel und Dominik Ernst, dem Marcel Hölscher im Fünfmeterraum die Kugel vom Fuß stibitzte, weitere gute Gelegenheiten besaß, fehlte den Wiedenbrücker Angriffsbemühungen im letzten Drittel die letzten Prozentpunkte Genauigkeit, um die beiden Spitzen Pierre Merkel oder Gökan Lekesiz in Schussposition zu bringen.

Zum Start in den zweiten Spielabschnitt änderte sich das dann aber abrupt. Denn neun Minuten nach Wiederanpfiff schlenzte Sebastian Spinrath eine weite Flanke in den Aachener Strafraum an dessen Ende Pierre Merkel die Kugel per Fallrückzieher Bossmove die Kugel zum 0:1 ins Netz jagte (54.)!

Eine fantastische Szene, die allerdings auf die Alemannia wie eine Überdosis ADHS wirkte. Denn fortan erhöhten die Gastgeber minütlich die Schlagzahl und kamen dabei auch zu teils hanebüchenen Torchancen, die entweder Marcel Hölscher sensationell entschärfte oder Robin Twyrdy spektakulär auf der Linie klärte (60.).

Nach etwas über einer Stunde fiel dann allerdings doch der Ausgleichstreffer und dies just zu dem Zeitpunkt als der Druck vielleicht ein Hauch abnahm und der Eindruck entstand, unsere Elf habe das Schlimmste überstanden. So ärgerlich der Zeitpunkt war, so unglücklich waren die Begleitumstände, denn zu dem Zeitpunkt als Meik Kühnel einen zu kurz abgewehrten Eckstoß humorlos über die Linie drosch, wurde Pierre Merkel außerhalb des Spielfeldes behandelt und unsere Elf agierte in Unterzahl.

Die Alemannia hielt nun bis in die Schlussminuten den Druck aufrecht, sollte aber dennoch aus dem Spielverlauf heraus keinen Treffer erzielen. Erst ein unglückliches Handspiel des eingewechselten Daniel Brinkmann (89.) kurz vor der Strafraumgrenze ermöglichte den Gastgebern den Treffer zum 2:1. Und was für einen: Zunächst jagte Joy Lance Mickels die Kugel brachial an den Pfosten von wo Mergim Fejzullahu die Kugel genauso spektakulär wie volley ins Netz drosch.

Als dann nur vier Minuten später Marko Stojanovic den bärenstarken Dominik Ernst 20 Meter vor dem Tor zu Fall brachte, war es erneut Mergim Fejzullahu, der das Spielgerät vom Fleck weg in den Giebel schlenzte und so auf den 3:1 Endstand stellte (94.)

„In der ersten Hälfte haben beide Mannschaften viele Möglichkeiten liegen gelassen. Nach unserer Führung hat die Alemannia massiv Druck aufgebaut und durch die Einwechslungen nachhaltig Einfluss auf das Spiel genommen. Wir hatten Probleme die schnellen Außenspieler zu kontrollieren und haben unter dem Strich zu viele Standards in Strafraumnähe produziert. Am Ende war der Druck gewaltig, der zu drei Treffern nach Standardsituationen geführt hat“, war unser Coach Ali Beckstedde auch nach Spielschluss immer noch nicht über die unglückliche Schlussphase hinweg.

Allzu lange mit herumtragen sollte unsere Mannschaft das Ergebnis jedoch nicht, denn bereits am kommenden Samstag geht es gegen die U23 von Borussia Dortmund sportlich anspruchsvoll weiter. Anstoß im Jahnstadion ist dann wieder um 14 Uhr!

 

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