24. April 2017 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Und es war sogar noch mehr drin…

schlussendlich 1:1

Und es war sogar noch mehr drin…

In einem Regionalligaspiel mit zwei komplett gegensätzlichen Halbzeiten trennen sich der SC Wiedenbrück und die U23 von Borussia Mönchengladbach schlussendlich verdient mit 1:1. Während Thomas Kraus die starke erste Hälfte der Gäste mit dem 1:0 belohnte (25.), erzielte Daniel Latkowski acht Minuten vor dem Ende den dann verdienten Ausgleich. Leistungsgerecht war dieses Ergebnis aufgrund einer tollen zweiten Hälfte des SCW allemal und da Gökan Lekesiz, Sebastian Spinrath und auch Pierre Merkel darüber hinaus noch dicke Chancen besaßen, wäre mit einem Quentchen Glück sogar noch etwas mehr drin gewesen.

Das der Fußballabend mit einem Zähler für den SCW enden würde, war indes lange Zeit nicht abzusehen. Denn die junge Borussia zeigte weit über eine halbe Stunde eine bemerkenswert abgezockte Leistung. Im Spiel gegen den Ball empfing der Bundesliganachwuchs unsere Elf zwar erst an der Mittellinie, verschob dann aber fleißig und clever und stellte so in Ballnähe immer wieder extreme Überzahlsituationen her. Nicht minder leichtfüssig agierten die Gäste dann in Ballbesitz, ließen das an sich gut organisierte Wiedenbrücker Pressing durch teils aufreizend lässiges Passspiel rund um den eigenen Strafraum immer wieder ins Leere laufen und zogen anschließend über die Außenbahnen das Tempo an.

Die erste doppelte Schrecksekunde musste unsere Elf dann gleich nach vier Minuten wegatmen, als Mike Feigenspann zunächst per Kopf nur die Latte traf und Julian Wolff den mit viel Effet zurückprallenden Ball artistisch von der Linie kratzte. In der Folge blieb der SCW ohne Zugriff auf die Borussia, so das Kwame Adzenyina Yeboah und Dijbril Sow nach zwei rasant und technisch perfekt vorgetragenen Tempogegenstöße weitere gute Einschussmöglichkeiten besaßen. Besonders bitter: Während unsere Mannschaft diese Szenen mit Glück und Hölscher schadlos überstand, fiel das 0:1 dann aus einer verhältnismäßig unnötigen Situation, als ein langgezogener Freistoß acht Meter zentral vor dem Tor nicht ganz überraschend vom Himmel fiel und Thomas Kraus als einziger der 22 Aktiven auf diese Szenerie reagierte und die Kugel schlicht aber wirksam ins Tor drosch (25.).

Glitt die Borussia unseren Kickern bis dahin stets wie ein gut eingeöltes Ferkel durch die Finger, bekam sie nach dem Rückstand nach und nach einen Griff an den Gegner. Nachdem Stipe Batarilo einen ersten Warnschuss aus knapp 18 Metern abgefeuerte hatte (Moritz Nicolas fischt die Kugel aus dem Knick), gelang es Schwarzblau nach und nach mehr Druck über die Außenbahnen aufzubauen und so das Spielgeschehen in die Gladbacher Hälfte zu verlagern.

Mit Wiederanpfiff kehrte unsere Elf dann enorm verbessert auf das Spielfeld zurück. Ausgestattet mit einer nahezu perfekten Balance den Druck sukzessive zu erhöhen, jedoch keine Räume für Gladbacher Konter zu öffnen, fädelte speziell die starke linke Seite zahlreiche Angriffe ein. Gleich mit der ersten Gelegenheit hätte Sebastian Spinrath Gladbachs Fänger beinahe kalt im kurzen Eck erwischt und zwang Moritz Nicolas mit einem satten Schuss aus 14 Metern zu einem Blitzreflex (49.).

In der nächsten kniffligen Szene stand wieder Nicolas im Mittelpunkt, als er ohne jegliche Not Tobias Puhl die Kugel nach einem flachen Abstoß direkt in die Füße spielte und dieser Gökan Lekesiz gedankenschnell auf die Reise Richtung Tor schickte, dieser im ersten und zweiten Versuch dann aber am heranfliegenden Oliver Stang und anschließend an Nicolas selbst scheiterte (68.). So dauerte es bis zur 83. Minute ehe der eingewechselte Daniel Latkowski im Anschluss an einen zu kurz abgewehrte Batarilo Schuss überlegt und ohne Hektik zum 1:1 einschob.

Kurz danach bot sich Pierre Merkel bei einem Kopfball sogar noch die Chance auf das 2:1, die Kugel strich jedoch um einen Wimpernschlag am langen Pfosten vorbei. „Wir wussten, dass wir heute auf einen Gegner mit hoher individueller Qualität und großem Tempo in der Offensive treffen werden. Zu Beginn hatten wir nach Ballverlusten immer wieder brenzlige Szenen zu überstehen, so dass die Führung der Borussia zur Pause auch verdient war. Die zweite Halbzeit war von uns dann sehr gut. Ich denke die Zuschauer waren zufrieden und unter dem Strich war das Unentschieden verdient. Auch wenn mit etwas Glück sogar noch mehr drin gewesen wäre“, konnte Ali Beckstedde nach Spielende rundum zufrieden sein.

In der kommenden Woche führt der Weg die schwarzblauen Reisegruppe zum Bonner SC,
Anstoß im dortigen Sportpark Nord ist dann um 14 Uhr.


 

 

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