29. Juni 2016 / Allgemeines

»Enkel-Trick«-Betrüger wieder aktiv

Ältere Rheda-Wiedenbrückerinnen erkannten die Masche

»Enkel-Trick«-Betrüger wieder aktiv
Veröffentlicht am 29. Juni 2016 um 13:55 Uhr

Eine unbekannte männliche Person versuchte am Mittwoch, den 29.06. mittels Telefonanruf von älteren Frauen in Rheda-Wiedenbrück Geld zu bekommen. Er gab vor, ihr Enkel zu sein und gerade Geldschwierigkeiten zu stecken.

Die Angerufenen wurden allerdings stutzig, beendeten das Gespräch und benachrichtigten über 110 die Polizei.

Diese weist darauf hin: »Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden.

Mit den Worten ›Rate mal, wer hier spricht‹ oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und allein lebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.

Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.«

Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über den Polizeiruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
  • In Familien mit älteren alleinstehenden Frauen und Männern sollte dieses Thema offen diskutiert und über mögliche Verhaltensmaßnahmen im Vorfeld nachgedacht werden.


Weitere Infos: Polizei in Gütersloh, Telefon 05241 / 869-0 oder im Internet

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