22. November 2021 / News aus der Welt

Münchner Ärzte intensivieren Antikörper-Therapie

Bei der Behandlung von Corona-Patienten setzen Münchner Mediziner verstärkt auf die Antikörper-Therapie. Die Behandlung könnte für chronisch kranke Menschen ein wichtiger Schutz sein.

Studien zufolge kann die Antikörper-Therapie einen schweren Verlauf bis zu mehr als 80 Prozent verhindern.
von dpa

Das Universitätsklinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) setzt bei der Behandlung von Corona-Patienten verstärkt auf eine Therapie mit neutralisierenden Antikörpern.

Mit der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am 12. November könne diese Therapie, die in einem frühen Krankheitsstadium beginnen muss, nun breit eingesetzt werden, teilte das Klinikum am Montag mit.

Bisher seien bereits über 250 Patienten und Patientinnen damit behandelt worden, sagte der Pandemie-Beauftragte des Klinikums, Christoph Spinner. Die Erfahrungen zur neuen Antikörper-Therapie teile man gern mit Kollegen aus anderen Krankenhäusern, «um gemeinsam erfolgreich die Pandemie zu bekämpfen».

Trump erhielt Antikörper-Therapie

Seit Kurzem werde diese Behandlung, die auch Ex-US-Präsident Donald Trump bekam und die Studien zufolge einen schweren Verlauf zu mehr als 80 Prozent verhindert, auch ambulant angeboten. Das könnte eine neue Chance bedeuten. Denn die im Labor hergestellten monoklonalen Antikörper müssen früh nach der Infektion verabreicht werden, bevor der Körper zu stark selbst Antikörper produziert. Dieser Zeitpunkt ist bei einer Einweisung ins Krankenhaus oft schon überschritten.

Noch müssen Patienten für die Therapie an den Tropf. Inzwischen sei dies aber auch als Kurzinfusion möglich, sagte Spinner. Zudem würden Präparate zur Subkutan-Injektion - wie eine Insulinspritze - entwickelt. Die Medikamente stehen über die Bundesnotfallreserve und damit mehrheitlich an den Universitätskliniken zur Verfügung.

«Die Patienten und Patientinnen vertragen die einmalig zu verabreichende Therapie sehr gut», sagte der Leiter der neuen Covid-19-Ambulanz für monoklonale Antikörper-Therapie am Klinikum, Jochen Schneider. «Relevante Nebenwirkungen sind äußerst selten.»

Die Therapie könne sogar prophylaktisch erfolgen oder unmittelbar nach einem Kontakt mit Sars-CoV-2 gegeben werden - was vor allem für chronisch kranke Menschen ein wichtiger Schutz sein könne. Für den vorbeugenden Einsatz dieser Therapie müssen allerdings noch gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst werden.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Erlebt positive Veränderung mit Alexandra Mehlmann
Beratung und Hilfe

Trefft Alexandra Mehlmann persönlich am 7. Juli in ihrer neuen Praxis an der Fuggerstraße in Rheda-Wiedenbrück

weiterlesen...
U20-Junioren testen gegen EM-Zweiten Belgien
Sport in Rheda-Wiedenbrück

Wichtiges Länderspiel in Wiedenbrück am Sonntag, 7. Juli, um 14:00 Uhr

weiterlesen...
Ein einzigartiges Ambiente in Wiedenbrück
Partner News

Das Seecafé & Restaurant am Emssee der Flora-Westfalica lädt zum verweilen ein

weiterlesen...

Neueste Artikel

Vater beteuert Unschuld in Prozess um Tod des kleinen Sohnes
News aus der Welt

Ein Vater soll sein Kind in einen Fluss gestoßen haben. Der Deutsche bestreitet das vehement. Viele Zeugen sollen helfen, die Vorwürfe zu bewerten. Die acht Geschworenen spielen eine Schlüsselrolle.

weiterlesen...
Metalle in Tampons - keine Beeinträchtigungen zu erwarten
News aus der Welt

Eine Studie ergibt, dass vielleicht ein Risiko durch Metalle in Tampons bestehen könnte. Das Thema beunruhigt viele Menschen. Experten betonen: Potenzielle Gefahr geht von anderen Bereichen aus.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Vater beteuert Unschuld in Prozess um Tod des kleinen Sohnes
News aus der Welt

Ein Vater soll sein Kind in einen Fluss gestoßen haben. Der Deutsche bestreitet das vehement. Viele Zeugen sollen helfen, die Vorwürfe zu bewerten. Die acht Geschworenen spielen eine Schlüsselrolle.

weiterlesen...
Metalle in Tampons - keine Beeinträchtigungen zu erwarten
News aus der Welt

Eine Studie ergibt, dass vielleicht ein Risiko durch Metalle in Tampons bestehen könnte. Das Thema beunruhigt viele Menschen. Experten betonen: Potenzielle Gefahr geht von anderen Bereichen aus.

weiterlesen...