22. November 2019 / Allgemeines

Bielefelder A-capella-Chor „Quintenkomplott“ gab ein Konzert unter dem Motto „Sagenhaft – legendär"

Quintenkomplott in der Stadtkirche Rheda

Veröffentlicht am 22. November 2019 um 10:00 Uhr


Vor kurzem gastierte der Bielefelder A-capella-Chor „Quintenkomplott“ unter dem Motto „Sagenhaft – legendär – fabulös“ in der Ev. Stadtkirche Rheda. Nach den Aufführungen in der Bartholomäus-Kirche in Brackwede und der Johanniskirche in Bielefeld war der Auftritt in der Stadtkirche in Rheda das letzte Konzert in der Reihe.
Sehr vielseitig und gleichzeitig sicher einstudiert verzauberten die knapp 40 Sängerinnen und Sänger ihr zahlreich erschienenes Publikum mit ihrem neuen Programm. Es beinhaltete die Vertonung von Märchen, Fabeln und Balladen. In der Chormusik tauchen Spukgestalten, kluge Tiere und schöne Prinzen auf, die Melodien ließen das Publikum gruseln, träumen und staunen. Die Vertonungen stammten u.a. von Maurice Ravel, Hugo Distler, Andre Asriel sowie Oliver Gies und wurden in unterschiedlichen Epochen komponiert; von der Renaissance bis zur Moderne. Gesungen wurde in englischer, deutscher und französischer Sprache.
Die Sängerinnen und Sänger zeigten sich dabei auf sehr hohem musikalischen Niveau. Sie sangen überwiegend ohne Notenvorlage und brillierten vornehmlich durch fein herausgearbeitete Stimmen und überraschende vokale Arrangements.
Als Gast an der Harfe war Charlotte Michels – mehrfache Bundessiegerin bei Jugend Musiziert im Fach Harfe – dabei. Sie begann bereits mit 6 Jahren an der Musik- und Kunstschule Bielefeld Harfe zu lernen und ist seit 2017 Jungstudentin an der Hochschule für Musik in Detmold. Die erst 17-jährige Schülerin begeisterte mit ihrer feinfühligen Art zu spielen und brachte die Zuhörer zum Staunen.
Der Bielefelder Chor entstand 1992 aus einem Seminar beim Bielefelder Bildungswerk heraus. Ein breites Repertoire singt „Quintenkomplott“ bis heute, es umfasst alte und neue Chormusik, aber auch Jazz, deutsche und internationale Lieder und experimentelle Klänge.
Die Vertonung des Erlkönigs von Goehte stand am Ende des Konzertes. Nach eine tiefen Stille brandete lauter Beifall auf. Sichtlich beindruckt forderten die Zuhörer mit Zugabe-Rufen den Chor auf, die birilliante, musikalische Reise durch die Welt der Fabeln noch etwas fortzusetzen.
Leiter des Chores ist seit 8 Jahren Leander Kempen aus Paderborn. Er studierte Schulmusik mit Hauptfach Schlagzeug an der Hochschule für Musik in Detmold und Mathematik an der Universität Paderborn. Zurzeit ist er Vertretungsprofessor für Mathematikdidaktik an der Universität Rostock.
Das aktuelle Programm wurde zusammen mit Lea Martensmeier erarbeitet, die den Chor seit 2019 zusammen mit Leander Kempen leitet. Sie ist Sängerin, Gesangspädagogin und Chorleiterin und studierte an der Hochschule für Musik Detmold zunächst Schulmusik, dann Gesangspädagogik und das Fach Oper/Konzert. Sie übernahm ebenso wie der Tenor Robin Berthold Solopartien in dem vorgetragenen Programm.

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