27. Februar 2023 / Wissenswertes

Jahresbilanz 2022: Beratungsstelle Arbeit im Kreis Gütersloh ist gefragter denn je

Im Jahr 2022 wurden mehr als 1.000 Beratungsgespräche geführt

»Unsere Beratungsstelle ist sehr gefragt.« Das berichtet Kathryn März, Beratungsfachkraft von Pro Arbeit, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2022. Etwa die Hälfte aller Beratungsgespräche befassten sich beispielsweise mit den Themen Arbeitssuche und Bewerbungsunterstützung. »Besonders, wenn es darum geht, eine passende Stelle zu finden oder Bewerbungsunterlagen zu erstellen, helfen wir professionell und unkompliziert«, erläutert März. »Damit unterstützen wir arbeitslose Menschen und leisten einen wirksamen Beitrag zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit im Kreis Gütersloh.« 

Besonders hoch war 2022 auch die Nachfrage nach sozialrechtlichen Beratungen. Dazu gehörten die Beratung im Vorfeld der Beantragung von finanziellen Hilfen, der Schriftverkehr mit Behörden und die praktische Unterstützung beim Beantragen von Leistungen wie des Arbeitslosengeldes. So berichtet Kathryn März aus dem Beratungsalltag: »Viele Ratsuchende wissen nicht, welche Leistungen ihnen genau zustehen. Auch sind viele Menschen verunsichert, wenn sie Schreiben von Behörden erhalten, diese nicht verstehen oder nicht wissen, wie sie darauf reagieren sollten. Durch fachgerechte Beratung können wir viele Schwierigkeiten schon im Vorfeld aus dem Weg räumen.«

Die hohe Zahl an geführten Beratungsgesprächen verdeutlicht, wie groß der Bedarf an Unterstützung bei diesen Themen im Kreis Gütersloh ist. »Besonders in Zeiten von Unsicherheit und Veränderungen ist es wichtig, dass es eine Anlaufstelle gibt, die kostenlos, neutral und anonym für die Betroffenen da ist. Wir helfen den Menschen dabei, ihre Ansprüche und Rechte wahrzunehmen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Beratung bei prekärer Beschäftigung. Das alles hat auch gesellschaftlichen Wert, um Leid und Frust zu verhindern«, unterstreicht Kathryn März die Bedeutung des Beratungsangebotes. 

»Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit ist unser regionales Netzwerk«, ergänzt Pro Arbeit-Geschäftsführer Carsten Engelbrecht: »Dazu gehören die Sozialämter, insbesondere das Sozialamt der Stadt Rheda-Wiedenbrück, die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, das Jobcenter Kreis Gütersloh, die Bundesagentur für Arbeit sowie unsere Verbindung zu regionalen Initiativen und den Gewerkschaften.«

Im letzten Jahr wurden außerdem zusätzliche Angebote für schutzsuchende Menschen aus der Ukraine initiiert. Mit Hilfe von DolmetscherInnen können so Sprechstunden angeboten werden. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, ergänzt Pro Arbeit-Mitarbeiter Clemens Bachmann künftig das bestehende Beratungsteam mit einem kleinen Stundenanteil und bietet kostenlose Workshops an. 

Für das Jahr 2023 rechnet Kathryn März noch einmal mit steigenden Fallzahlen: »Das Thema Arbeitslosigkeit bleibt aktuell. Hinzu kommen die Sorgen um gestiegene Energiekosten. Das treibt die Menschen um. Wir wollen mit unserem Fachwissen mehr tun, sind dabei aber auch auf Zuspruch aus der Bürgerschaft angewiesen.«

Weitere Informationen zu den Angeboten der Beratungsstelle sind auf www.proarbeit.biz zu finden. Für Fragen und Terminvereinbarungen stehen Carolin Manasov (Tel. 0176 64886513, c.manasov@proarbeit.biz) oder Kathryn März (Tel. 0176 70113744, k.maerz@proarbeit.biz) zur Verfügung.

Bildunterschrift: Haben so viele Beratungen wie noch nie durchgeführt: (v. l.) Carsten Engelbrecht, Geschäftsführer Pro Arbeit e. V., sowie Clemens Bachmann und Kathryn März, beide Fachkräfte der Beratungsstelle Arbeit von Pro Arbeit e. V., präsentieren ihren Jahresbericht 2022.



Pro Arbeit e.V.
Am Sandberg 72
33378 Rheda-Wiedenbrück
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