9. Dezember 2022 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Nicht unser Planet

0:2 bei Preußen Münster

Spielbericht des SC Wiedenbrück: 

Daniel Brinkmann hatte seine Elf für die Partie beim Tabellenführer personell, als auch taktisch etwas nachgeschärft: Oliver Zech übernahm in einer 3:5:2 Organisation die zentrale Position in der Dreierkette, Philipp Aboagye und Bahattin Karahan starteten in der Doppelspitze und Benedikt Zahn nahm bei seinem Ex-Verein zunächst auf der Bank platz.
 
Eine echte Wirkung konnten die Änderungen zunächst aber nicht entfalten, da Henok Teklab nach handgestoppten 128 Sekunden mit einem brachialen Hieb an die Querlatte die Start – Hupe für eine extrem starke Preußen – Halbzeit betätigte, in der unsere Elf lange Zeit alle Hände und Füße damit zu tun hatte nicht in Rückstand zu geraten.
 
In der Offensive agierten Thorben Deters, Gerrit Wegkamp und Andrew Wooten maximal flexibel und rissen immer wieder Lücken für beängstigend präzise Angriffe, die zumeist vom überragenden Nicolai Remberg eingeleitet wurden.
 
Oliver Zech, Tim Böhmer und Maik Amedick verteidigten in letzter Linie mit jeder Trikot- und Muskelfaser und warfen selbst sensibelste Körperteile in alle möglichen Zweikämpfe. Und war selbst diese Reihe überspielt, fischte Marcel Hölscher einen abgefälschten Ball von Gerrit Wegkamp mit einer Teufelsparade im katholischen Münster aus dem kurzen Eck.
 
Nachdem unsere Jungs die erste halbe Stunde mit Geschick, Glück und viel Daumendrücken überstanden hatten, ergab sich plötzlich die Megachance für Martin Amedick das Spielgeschehen aber mal komplett auf den Kopf zu stellen. Nach einer Ecke stand der 20jährige plötzlich blitzblank vor Max Schulze Niehues, wo Preußens Fänger mit einer Blitzreaktion jedoch die Wiedenbrücker Führung verhinderte.
 
Bekam unsere Elf das Geschehen vor den über 8.000 Zuschauern bis zum Halbzeitpfiff anschließend etwas besser in den Griff, so peitschten direkt nach der Pause die nächsten Preußen – Angriffe durch die bitterkalte Dezemberluft im Stadion an der Hammer Straße.
 
Als Marcel Hölscher zunächst einen Flachschuss aus der aller untersten Schublade seines Tores fischte, musste er nur Sekunden später dann doch das 0:1 in Empfang nehmen, als Alexander Hahn die folgende Ecke mit der blanken Wucht eines genervten Manndeckers, der zu viele ausgelassene Torchancen gesehen hatte, ins Netz rammte (47.).
 
Hatte unser Coach bereits zur Pause mit Saban Kaptan für Tim Geller und Luca Kerkemeyer für den verletzten Fabian Brosowski frisches Personal gebracht, setzte er mit der Einwechslung von Benedikt Zahn für Oliver Zech nach einer Stunde ein deutliches Zeichen in Richtung Offensive.
 
Mit Erfolg: Den jetzt zögerlicher agierenden Gastgebern ging in der Offensive der Durchschlag verloren und unsere Elf verbuchte erste Torchancen, als Benedikt Zahn mit einem Kopfball das Tor verfehlte und der anschließend eingewechselte Emre Aydinel mit einem Fernschuss an Schulze Niehues scheiterte.
 
So atmete die Partie zwar noch bis in die Nachspielzeit, der Großteil aller Wiedenbrücker Angriffsbemühungen zerschellte allerdings an der unfassbaren körperlichen Präsenz von Simon Scherder und seinen Abwehr - Kumpanen, die auch in der hektischen Schlussphase, als auch Marcel Hölscher mit aufrückte, nichts anbrennen ließen.
 
Der Schlusspunkt blieb dann aber doch den Preußen vorbehalten, als der eingewechselte Shaibou Oubeyapwa nach kurzem Vollsprint die Kugel zum 2:0 ins leere Wiedenbrücker Tor schob und anschließend in die Preußen – Fankurve zum Jubeln abtauchte.
 
Damit blieben die Punkte in Münster, die damit ihre Tabellenführung auf kantige zehn Zähler ausbauten und wohl schon frühzeitig dokumentieren, dass der Preußen – Fußball – Kosmos derzeit nicht nur für den SC Wiedenbrück zu groß ist, sondern vielleicht sogar für die ganz Regionalliga West.
 
Umso schöner, dass unsere Elf gleich am kommenden Samstag die nächste Chance bekommt einem Top-Team ein Bein zu stellen, wenn ab 14 Uhr der Tabellenzweite Wuppertaler SV zum letzten Pflichtspiel des Jahres 2022 im Jahnstadion aufschlägt!

Quelle: SC Wiedenbrück
Bild: Marina Brüning

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