14. September 2022 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Fight auf Augenhöhe

2:3 in Aachen

Spielbericht des SC Wiedenbrück:

Daniel Brinkmann verzichtete im Duell mit seinem Ex-Verein auf ein hohes Pressing und lies die Alemannia erst zehn Meter vor der Mittellinie in Empfang nehmen. Der Kniff ging dann auch relativ schnell auf, denn gegen weit aufgerückte Gastgeber stachen die pfeilschnellen Stanislav Fehler oder Beytullah Özer nach Ballgewinnen immer wieder mit hohem Tempo durch die Schnittstellen und sorgten so früh für Gefahr, als zunächst Alexander Heinze in allerhöchster Not gegen Özer blocken konnte (10.) und kurz danach Stanislav Fehler im 1:1 am starken Yannik Bangsow scheiterte.
 
Ging damit nach zehn Minuten die erste kleine Wertung an den SCW, drückte anschließend die Alemannia mit ihren 6.500 lautstarken Zuschauern im Rücken auf die Tempotaste und verlagerte so das Spielgeschehen in die Wiedenbrücker Hälfte. Zumeist verhalfen lange Bälle auf Zielspieler Dimitry Imbongo den Aachenern dabei Gefahr und eine Druckphase aufzubauen, in der Franko Uzelac im Anschluss an eine Ecke das 1:0 erzielte (20.). Zuvor hatte Marcel Hölscher mit einer fantastischen Parade die Kugel aus dem Knick gefischt und damit die erste Großchance noch entwerten können.
 
Unserer Elf gelang es in dieser Phase kaum noch die Aachener Angriffe im Mittelfeld zu unterbinden und verteidigte so zunehmend in letzter Linie. Das ging genau zehn Minuten gut, ehe Elsamed Ramaj zum 2:0 vollstreckte und den Tivoli endgültig zum Tollhaus werden ließ.
 
Mit der Zweitoreführung ließ der Druck der Alemannia dann jedoch spürbar nach. Unsere Elf straffte sich und kam durch Stanislav Fehler zu gleich zwei guten Möglichkeiten, um den schnellen Anschluss zu erzielen. Nach dem Bangsow dann noch gegen Manfredas Ruzgis stark parierten konnte, bimmelte es aber doch im Gebälk, als „Stani“ Fehler die Kugel aus gut 16 Metern mit der Picke ins untere rechte Eck jagte (42.).
 
War zur Pause die Partie also wieder offen, wurden nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff die Karten komplett neu gemischt, als „Manni“ Ruzgis eine Flanke mit der Pläte ins Netz jagte und so den 2:2 Ausgleich herstellte.
 
Daniel Brinkmann wechselte offensiv und brachte mit Niklas Szeleschus, Benedikt Zahn, Bahattin Karahan und später Phillip Aboagye alles was die Abteilung Attacke hergab.
 
Umso bitterer das Dino Bajric inmitten dieser Drangphase trocken zum 3:2 einschoss (62.) und die Gastgeber so wieder in die Vorhand brachte.
 
Gegen nickelig verteidigende Alemannen fiel es unserer Elf anschließend schwer nochmal wirklich torgefährlich zu werden und so dauerte es bis zur 87. Minute, ehe Niklas Sezelschus eine Kopfballverlängerung von Benedikt Zahn nur hauchdünn verfehlte und so nochmal Torgefahr entfachte.
 
Letztlich nahmen die Schwarzgelben die restliche Zeit clever von der Uhr, so dass es am Ende bei diesem 2:3 blieb, was unsere Coach logischerweise nicht in Gänze zufrieden stellte: „Ich denke die Zuschauer haben heute ein interessantes Spiel gesehen. Wir haben es mit dem Ball heute gut gemacht und hätten auch drei, vier oder vielleicht fünf Treffer erzielen können. Gegen den Ball haben wir nicht so agiert, wie es eigentlich unser Plan war. Wir konnten Imbongo nur selten kontrollieren und haben da etwas zu naiv agiert“.
 
Mit weiterhin elf Zählern liegt der SC Wiedenbrück nun auf dem achten Tabellenrang und empfängt am kommenden Samstag U23 von Borussia Mönchengladbach. Anstoß im Jahnstadion ist dann wieder um 14 Uhr.

Quelle: ©SC Wiedenbrück
Bilder: ©Marina Brüning

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