5. April 2022 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Beachtlich ohne acht

1:1 beim SV Straelen

Spielbericht des SC Wiedenbrück:

Der SC Wiedenbrück hat nach vier Niederlagen in Folge mit einem 1:1 (0:0) beim SV Straelen den ersten Punkt eingefahren. Obwohl Daniel Brinkmann gleich acht Spieler nicht zur Verfügung standen, gab unsere Mannschaft eine starke Auswärtsleistung ab, bei der es lange nach einem knappen, aber nicht unverdienten Wiedenbrücker Sieg aussah.

Tim Geller (Rücken) Niklas Szeleschus, Bjarne Pudel (beide 5. gelbe Karte), Leon Tia (Weißheitszähne), Fabian Brosowski, Benedikt Zahn, Lukas Demming und Luca Beermann (alle erkrankt) schafften es aus diversen Gründen nicht in den Kader, Hendrik Lohmar (Wade) und David Hüsing (nach einer Erkrankung noch nicht wieder bei 100%) nahmen nur auf der Bank platz: Unser Trainerteam reagierte mit kreativen und auch gleich funktionierenden Umstellungen auf diesen massiven Personalengpass:
 
Oliver Zech verteidigte zusammen mit Martin Amedick im Zentrum der Viererkette, die rechte Schiene fackelte Tim Böhmer mit Stanislav Fehler ab, links biss sich Beythulla Özer an Kelvin Lunga fest, davor wirbelte Said Harouz. Im Zentraum starteten vor Jan-Lucas Liehr Saban Kaptan und der gegen Essen bärenstarke Martin Aciz und als Sturmspitze streifte sich Ufu Osawe das Joma-Trikot mit der Nummer neun über. Zudem übte Daniel Brinkmann, der ebenfalls in den Kader gerutscht war, subtilen Druck auf seine erste Elf aus, indem er vor Anpfiff mit seinen neonroten Puma-Spezial Fußballschuhen unter dem Arm lässig zur Bank schlenderte. Klare Botschaft: Wenn jemand nicht von Sekunde eins an Top-Leistung bringt: Ich bin da!
 
Im bitterkalten Stadion an der Römerstraße verfehlte diese Maßnahme ihre Wirkung nicht.
 
Der SC Wiedenbrück startete konzentriert und willig in die Partie und hielt in den kantigen Zweikämpfen sofort voll dagegen und erspielte und erkämpfte sich so schnell eine optische Überlegenheit, die sich alsbald in ersten Torchancen niederschlug:
 
Denn bereits nach zehn Minuten hatten Stanislav Fehler und Saban Kaptan die frühe Führung auf dem Schuh, als beide binnen weniger Sekunden in aussichtsreicher Schussposition geblockt wurden (10.).
 
Nach einer guten halben Stunde musste Robin Udegbe dann gleich Kopf und Kragen riskieren, als er nach einem Freistoß dem freigespielten Stanislav Fehler artistisch die Kugel vom Fuß grätschte (29.).
 
Auf der Gegenseite brachte Marcel Hölscher seinen Haftschaum erstmalig auf Betriebstemperatur, als er einen Kopfball von Fabio Ribeiro aus dem Eck schauffelte (41.), eingreifen musste unser Fänger aber nicht, als kurz vor dem Halbzeitpfiff Straelens Top-Torjäger Cagatay Kader die Kugel wuchtig ans Außennetz jagte (44.).
 
Stellte unsere Mannschaft bereits im ersten Durchgang deutlich unter Beweis, dass niemand in schwarz und blau heute den Rasen ohne etwas Zählbares verlassen wird, kehrten Jan-Lucas Liehr und Co. zum zweiten Durchgang noch einen Tick schärfer auf das Spielfeld zurück und gingen nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff in Führung, als Stanislav Fehler einen weiten Ball sauber mitnahm und technisch perfekt aus halbrechter Position zum 0:1 ins Netz sandte (53.).
 
Jetzt begann die beste Phase unserer Elf, die bei weiteren Chancen von Martin Aciz (Udegbe boxt einen Schuss spektakulär aus dem Winkel) und Ufu Osawe die Vorentscheidung hätte erzielen können.
 
Die Gastgeber erhöhten nun die Intensität in den Zweikämpfen deutlich, fanden spielerisch hingegen lange nicht zurück in die Partie. Erst als in der Schlussphase Kevin Wolze das Spielfeld betrat, gewannen die Straelener Angriffe schlagartig an Gefahr. Nachdem Ribeiro noch über das Tor gezielt hatte, klatschte kurze Zeit später plötzlich ein schnell ausgeführter Freistoß an die Wiedenbrücker Querlatte und Oliver Zech musste auf der Torlinie vor Cagatay Kader ins Toraus klären. Die anschließende Ecke zirkelte Wolze dann Gianluca Rizzo so präzise auf den Scheitel, dass dieser keine Mühe hatte zum 1:1 Ausgleich einzunicken (85.).
 
Da beide Mannschaften in den letzten Sekunden noch den Lucky Punch auf dem Fuß hatten (zunächst hält Marcel Hölscher im kurzen Eck dann lupft Manfredas Ruzgis knapp am Tor vorbei), entwickelte sich das 1:1 letztlich zu einem verdienten Ergebnis aus dem unsere Jungs mit einem Quäntchen Glück auch einen Auswärtssieg hätten machen können.
 
Am kommenden Samstag freuen wir uns dann auf das Heimspiel gegen den Wuppertaler SV, Anstoß ist um 14 Uhr im Jahnstadion.

Quelle: ©SC Wiedenbrück
Bilder: ©Marina Brüning

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