18. Oktober 2020 / Portraitserie

Gesichter aus Rheda-Wiedenbrück schwarz-weiß - mal unbekannt, mal bekannt und mal fast prominent

Margarete aus Rheda

Malgorzata aus Wiedenbrück ©Holger Preuss

Kurzporträt: 

Dein Vorname: Margarete

Wie lange lebst Du in Rheda-Wiedenbrück: Seit fünf Jahren.

Dein Beruf: Diplom-Übersetzerin für vier Sprachen, einschließlich meiner Muttersprache.

Dein(e) Lieblingsplatz/plätze: Es ist der Flora Westfalica-Park, das Schloss und der Weg entlang der Ems. Vor allem im Sommer, wenn es überall sehr heiß ist, läßt es sich dort im Schatten der Bäume gut aushalten. Ich mag aber auch die schmücken Fachwerkhäuser.

Dein(e) Lieblingsrestaurant(s)/café(s): Für Kuchen und Torten, die ich liebe, ist es das Seecafé. Meine Kinder lieben das italienische Lokal Roma in Rheda.  

Deine Lieblingsveranstaltung(en): Konzerte in der Orangerie und z.B. das musikalische Picknick am Schloss.
Grundsätzlich mag ich Konzerte, Theater, Kino und Ausstellungen.

Was macht deine Heimatstadt für Dich aus: Rheda-Wiedenbrück ist meine Wahlheimat. Ich finde das Leben hier vergleichsweise entspannt, nach der Erfahrung einer Großstadt. Die Schulen, die meine Kinder besuchen, sind sehr gut. Meine Familie lebt hier.
Nur wenn man nicht gerade ein Vereinsmensch ist und hier nicht aufgewachsen ist, finde ich es etwas schwierig, neue Freunde zu finden. Insgesamt finde ich die Menschen in Rheda-Wiedenbrück sehr freundlich, angefangen vom Rathaus bis zu den Ladenbesitzern, die hoffentlich die aktuell schwierige Zeit gut überstehen werden. Gestern habe ich meinen ersten Einkauf mit dem Gutschein der Stadt Rheda-Wiedenbrück getätigt. So gut es geht, versuche ich schon immer, die Sachen in den Läden zu kaufen, lieber ohne Internet. Das sehe ich als meinen kleinen Beitrag zur Mitgestaltung des Stadtbildes.

Was wünscht Du Dir für Rheda-Wiedenbrück:

Es gibt einige Wünsche:
Dass "Move" und die anderen Player z.B. tatsächlich viel bewegen.
Ich wünsche mir mehr Leben, Kultur und Gemütlichkeit in den beiden Stadtzentren. Wussten Sie, dass das deutsche Wort "Gemütlichkeit" in manchen Sprachen kaum übersetzbar ist, so z.B. im Spanischen. Die Gemütlichkeit ist etwas ganz Besonderes.

Ich wünschte mir, dass die Stadtbibliothek nachmittags, wenn die Schule aus ist, offen bleibt.
Dass die Jugendlichen durch viele ansprechende Aktivitäten und interessante Veranstaltungen magisch angezogen würden, wo sie andere junge Leute treffen würden und gerne Zeit vertreiben würden.

Dass nicht nur die Senioren mehr Gesellschaft finden. Mehrgenerationen-(Wohn-)Projekte wären da eine Idee. Oder mehr Orte der Begegnung, verbunden mit Aktivitäten oder mit einem gemeinsamen Wirken. Wenn man nur nebeneinander sitzt, kommt man nicht zwangsläufig ins Gespräch. Es ist das gemeinsame Tun, das verbindet.

Und hoffen wir, dass der geplante "Ersatz" für den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr - trotz aller widriger Umstände - ein wenig Gemütlichkeit bieten kann. Ein paar Schneeflocken würden klar dazu beitragen.  

Foto: Holger Preuss

Website: www.holgerpreuss.com