15. Mai 2022 / News aus der Welt

Wolfsrudel vor Berlin größer als gedacht

Wölfe am Rande der Metropole: Dass sich ein Rudel innerhalb des Berliner Rings niedergelassen hat, wurde vergangenen Herbst bekannt. Was ist aus den Tieren geworden?

Wolfswelpen in der Döberitzer Heide (Archivbild).
Veröffentlicht am 15. Mai 2022 um 10:48 Uhr von dpa

Das Wolfsrudel, das sich vergangenes Jahr in der Döberitzer Heide westlich von Berlin niedergelassen hat, ist offenbar größer als zunächst angenommen.

«Insgesamt gehen wir derzeit von acht Wölfen auf dem Gelände aus», sagte Nora Künkler, Sprecherin der Heinz Sielmannn Stiftung auf dpa-Anfrage. Es gebe über die Zahl aber keine absolute Gewissheit, da die Annahme auf Sichtungen via Wildkamera beruhe. Zunächst war Anfang Oktober 2021 von zwei Elterntieren und vier Welpen auf dem Areal die Rede gewesen.

Auf der Straße überfahren

Das Wolfsrudel ist nach Angaben Künklers in den vergangenen Monaten durch Verkehrsunfälle dezimiert worden. Zwei Jungwölfe seien auf Straßen überfahren worden. «Bei einem dritten Tier gehen wir vom gleichen Schicksal aus, aber in dem Fall ist es noch nicht nachgewiesen.»

Woher das Wolfsrudel ursprünglich stammt, ist nach wie vor unklar. Vorkommnisse wie Begegnungen zwischen Menschen und den Wölfen der Döberitzer Heide oder Konflikte seien bisher nicht bekannt geworden, sagte Künkler.

Die Döberitzer Heide ist ein früherer Truppenübungsplatz, nicht weit von der Berliner Stadtgrenze und rund 30 Kilometer vom Alexanderplatz in Berlin-Mitte entfernt. Die Heinz Sielmann Stiftung hat das Gelände vor knapp 20 Jahren erworben und verfolgt das Ziel, Rückzugsräume für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.

Nach Stiftungsangaben leben dort fast 1000 geschützte Tierarten. Es gibt unter anderem Wisente und Przewalski-Pferde. Wölfe zählen laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) auf europäischer Ebene zu den streng geschützten Arten.


Bildnachweis: © Ingolf König-Jablonski/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Hitzeschlacht im Techno-Takt: Parade gegen Terrorangst
News aus der Welt

Vor drei Wochen endet der CSD in Berlin in einer Tragödie. Nun steigt die nächste Mega-Party - unter massivem Polizeischutz. Die Stimmung ist ausgelassen, es gibt aber auch einen stillen Moment.

weiterlesen...
Wüst sieht «erste Hoffnung» im Kampf gegen Waldbrand
News aus der Welt

Hunderte Kräfte sind im Einsatz gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Laut Ministerpräsident Wüst gibt es positive Anzeichen - auch für Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Hitzeschlacht im Techno-Takt: Parade gegen Terrorangst
News aus der Welt

Vor drei Wochen endet der CSD in Berlin in einer Tragödie. Nun steigt die nächste Mega-Party - unter massivem Polizeischutz. Die Stimmung ist ausgelassen, es gibt aber auch einen stillen Moment.

weiterlesen...
Wüst sieht «erste Hoffnung» im Kampf gegen Waldbrand
News aus der Welt

Hunderte Kräfte sind im Einsatz gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Laut Ministerpräsident Wüst gibt es positive Anzeichen - auch für Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten.

weiterlesen...