29. Dezember 2021 / News aus der Welt

Corona-Ausblick 2022: WHO vorsichtig optimistisch

Im neuen Jahr könnte es klappen mit dem Sieg über die Pandemie. Das ist eine der Botschaften der WHO. Dazu braucht es aber eine große gemeinsame Anstrengung. Und der Weg wird wegen Omikron steinig.

Menschen laufen durch die US-amerikanische Stadt Anaheim. In den USA ist die Omikron-Variante inzwischen die dominierende Mutante.
Veröffentlicht am 29. Dezember 2021 um 17:31 Uhr von dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) blickt mit vorsichtigem Optimismus auf die voraussichtliche Corona-Lage im nächsten Jahr. Es sei unter anderem wichtig, dass bis zur Jahresmitte in jedem Land mindestens 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sei, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Dann sei es möglich, dass die Pandemie zumindest mit ihren schweren Verläufen auslaufe. «Wir können die Phase der Hospitalisierungen und des Todes zu einem Ende bringen», sagte WHO-Experte Mike Ryan. Die WHO setzt auch auf weitere Fortschritte beim Einsatz von Medikamenten bei der Therapie gegen Covid-19 im nächsten Jahr.

Tedros appellierte erneut eindringlich an alle Staaten, nicht egoistisch zu sein, sondern bei einer gerechten Verteilung des Impfstoffs zu helfen. «Es ist Zeit, sich über kurzfristigen Nationalismus hinwegzusetzen und durch eine weltweit gerechte Verteilung des Impfstoffs die Bevölkerungen und die Wirtschaft zu schützen.» Kurz vor Weihnachten waren in rund der Hälfte der 194 WHO-Mitgliedsländer noch keine 40 Prozent der Bevölkerung geimpft. In rund 40 Ländern waren es noch nicht einmal zehn Prozent.

Aktuelle Omikron-Welle besorgniserregend

Zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie erinnerte die WHO an die 278 Millionen Corona-Infektionen und die weltweit knapp 5,4 Millionen Toten. «Die eigentliche Zahl der Opfer ist viel höher», sagte Tedros. Ganz abgesehen von den vielen Millionen Menschen, die mit den Folgen von Long-Covid zu kämpfen hätten. Populismus, engstirniger Nationalismus und das Horten von medizinischer Ausrüstung hätten den Boden für neue Varianten bereitet, kritisierte die WHO.

Die aktuelle Corona-Welle durch die Omikron-Variante ist laut WHO besorgniserregend. Zusammen mit der Delta-Variante könne es zu einem «Tsunami von Fällen» kommen, sagte Tedros. Die Omikron-Variante verbreite sich nach bisherigen Beobachtungen deutlich schneller als es die Delta-Variante getan habe. In den Vereinigten Staaten und Großbritannien sei sie inzwischen die dominierende Mutante. Allerdings sei in Südafrika zuletzt ein Rückgang der Fälle verzeichnet worden.

Außerdem wiesen vorläufige Daten aus Großbritannien, Südafrika und Dänemark darauf hin, dass im Vergleich zur Delta-Variante die Erkrankten nicht so häufig in einer Klinik behandelt werden müssten, teilte die WHO in ihrem Wochenbericht weiter mit. Es brauche aber noch weitere Studien, um diese Beobachtungen wirklich zu verstehen. Es sei zu erwarten, dass bisher bewährte Medikamente auch bei dieser Variante helfen.


Bildnachweis: © Ringo H.W. Chiu/AP/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Sarah Connor tritt 2027 beim Park Spektakel in Rheda-Wiedenbrück auf
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Sarah Connor kommt am 27.8.2027 nach Rheda-Wiedenbrück. Der Vorverkauf startet am Montag um 15 Uhr.

weiterlesen...
Lotto-Jackpot von 50 Millionen Euro in Thüringen geknackt
News aus der Welt

Seit dem Start der Lotterie im Oktober 1955 hat es noch nie so lange gedauert, bis die sechs Richtigen plus Superzahl getippt wurden. In Thüringen wurde der Jackpot nun geknackt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Lotto-Jackpot von 50 Millionen Euro in Thüringen geknackt
News aus der Welt

Seit dem Start der Lotterie im Oktober 1955 hat es noch nie so lange gedauert, bis die sechs Richtigen plus Superzahl getippt wurden. In Thüringen wurde der Jackpot nun geknackt.

weiterlesen...
Wegen Ätna-Asche weniger Landungen am Flughafen von Catania
News aus der Welt

Nach einer Woche mit massiven Einschränkungen kehrte am Flughafen Catania Ruhe ein - doch neue Asche sorgt erneut für leichte Störungen im Flugverkehr.

weiterlesen...