Die beiden deutschen Astronauten Matthias Maurer und Alexander Gerst hoffen darauf, dass sie beide in wenigen Jahren zum Mond fliegen können und nicht nur einer. «Warum können wir nicht beide fliegen?», sagte Maurer am Rande eines von der bayerischen Staatsregierung veranstalteten «Raumfahrtgipfels» beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen. Deutschland könne es sich leisten, diesen Anspruch zu formulieren. Beide betonten aber, wichtig sei zu allererst, dass es überhaupt wieder Mond-Missionen gebe, dass man dort Forschung betreiben könne. Es solle ja für Europäer nicht nach drei Flügen Schluss sein, sagte Maurer. «Wir möchten zum Mond fliegen, um dort zu blieben, um dort zu forschen.» Auch in der Antarktis sei anfangs nur ein Forscherteam gewesen - heute gebe es dort große Stationen, und das sei auch sinnvoll. «Und genauso wird sich das auch auf dem Mond entwickeln.» Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will mit ihrem «Artemis»-Programm in wenigen Jahren wieder Menschen zum Mond schicken. Aktuell ist eine unbemannte Mission geplant - der Start musste zuletzt aber mehrfach verschoben werden. Die Europäische Weltraumorganisation Esa hat das Ziel, mit diesem Programm bis Ende des Jahrzehnts erstmals auch eine Europäerin oder einen Europäer auf den Mond zu bringen. Gerst hatte zuletzt gesagt, es sehe so aus, dass es bei drei Missionen Plätze für Europäer gebe. Dafür kämen derzeit sieben Astronauten in Frage. «Da können Sie jeden Astronauten oder jede Astronautin fragen: Der Mond ist natürlich ein faszinierendes Ziel», sagte Gerst. Das gelte für die Astronauten selbst, aber auch darüber hinaus. Letztlich gehe es deshalb auch gar nicht vorrangig darum, wer fliege oder aus welchem Land er komme. «Dass wir wieder zum Mond fliegen, das ist das Wichtige, dass wir Forschung dort betreiben», betonte er. «Der Mond kann uns sehr viel über die Erde selbst erzählen. Er ist quasi ein offenes Geschichtsbuch für die fehlenden ersten paar Milliarden Jahre, die wir nicht erforschen können auf der Erde, weil die Gesteine alle weg sind», erklärte er.Gerst: Mondflug für Forschung wichtig
Bildnachweis: © Matthias Balk/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Maurer und Gerst hoffen auf deutsches Doppel-Ticket zum Mond
Zum Mond fliegen, «um dort zu blieben» - das ist das erklärte Ziel von Astronaut Matthias Mauerer. Und nicht nur er sieht in dem Trabanten Zukunftspotenzial.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 1. Oktober 2026
70 Jahre Uhrmeister: Jubiläumsabend am 9. Oktober in Wiedenbrück
Discokugeln am Klingelbrink: Unser Video zeigt den Aufbau für 70 Jahre Uhrmeister. Am 9. Oktober ab 17:00 Uhr wird in Wiedenbrück gefeiert.
Neueste Artikel
- 16. Oktober 2026
Fünf Tote bei Gewalttat an Grundschule in Oregon
An einer Grundschule im Westen der USA tötet mutmaßlich ein Teenager drei Kinder und eine Lehrkraft. Auch der Tatverdächtige selbst wird erschossen - noch bevor die Polizei eintrifft.
- 16. Oktober 2026
Gase aus defekten Akkus – drei Schulkinder im Krankenhaus
An einer Grundschule in Schwelm im Ruhrgebiet kommt es zu einem Gasalarm. Eine Lehrkraft und drei Kinder müssen ins Krankenhaus. Feuerwehrleute machen die Ursache in der Brandmeldeanlage aus.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. Oktober 2026
Fünf Tote bei Gewalttat an Grundschule in Oregon
An einer Grundschule im Westen der USA tötet mutmaßlich ein Teenager drei Kinder und eine Lehrkraft. Auch der Tatverdächtige selbst wird erschossen - noch bevor die Polizei eintrifft.
- 16. Oktober 2026
Gase aus defekten Akkus – drei Schulkinder im Krankenhaus
An einer Grundschule in Schwelm im Ruhrgebiet kommt es zu einem Gasalarm. Eine Lehrkraft und drei Kinder müssen ins Krankenhaus. Feuerwehrleute machen die Ursache in der Brandmeldeanlage aus.

