6. September 2021 / News aus der Welt

Hunderte trauern um Opfer des Amoklaufs von Plymouth

Bei seinem Amoklauf hat ein Mann fünf Menschen getötet, darunter auch seine Mutter. Warum er überhaupt eine Lizenz für seine Schusswaffe hatte, ist unklar. Zwei der Opfer wurden nun beigesetzt.

Der Trauerzug verlässt die St. Andrews Kirche nach der Beerdigung von zwei der sechs Opfer nach der Bluttat am 12. August.
Veröffentlicht am 6. September 2021 um 14:12 Uhr von dpa

Hunderte Menschen haben in der südenglischen Hafenstadt Plymouth Abschied von zwei Opfern des Amoklaufs genommen. Familie und Freunde versammelten sich am Montag in einer Kirche zur Beisetzung eines dreijährigen Mädchens und seines 43 Jahre alten Vaters.

Sie waren am Abend des 12. August erschossen worden, als sie mit ihrem Hund Gassi gingen. Vor dem Gebäude beobachteten zahlreiche Menschen, wie ein einzelner weißer Sarg in das Gotteshaus getragen und später wieder herausgebracht wurde.

Ein 22-jähriger Mann hatte in Plymouth insgesamt fünf Menschen getötet, darunter seine Mutter. Eine Frau und ein Mann wurden zudem schwer verletzt. Anschließend erschoss sich der Täter selbst. Jake D. stand offenbar der frauenverachtenden «Incel»-Szene nahe. Die Abkürzung stammt vom englischen Begriff «involuntary celibate» und bezeichnet vorwiegend Männer, die unfreiwillig enthaltsam leben und Hass auf Frauen sowie auf sexuell aktive Männer entwickeln.

Es handelte sich um den Vorfall mit den meisten Schussopfern in Großbritannien seit mehr als einem Jahrzehnt. Seitdem wurden drei verschiedene Untersuchungen eingeleitet. Unter anderem wird ermittelt, warum die Polizei wenige Wochen der Tat Jake D. eine Waffe und die nötige Lizenz zurückgab.


Bildnachweis: © Ben Birchall/PA Wire/dpa
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