10. Oktober 2022 / News aus der Welt

Deutschlands ältester Elefant mit 67 Jahren gestorben

Mit ihren 67 Jahren gehörte Targa auch weltweit zu den ältesten Elefanten in menschlicher Obhut. Nun ist die Elefantenkuh «für immer eingeschlafen».

Die 67-jährige asiatische Elefantenkuh Targa im Augsburger Zoo. Targa für immer eingeschlafen.
Veröffentlicht am 10. Oktober 2022 um 19:02 Uhr von dpa

Deutschlands ältester Elefant ist im Alter von 67 Jahren im Augsburger Zoo gestorben. Das berichtete die «Augsburger Allgemeine» am Montag unter Berufung auf Zoo-Kurator Thomas Lipp. Die Elefantenkuh Targa müsse in der Nacht zum Montag alleine friedlich für immer eingeschlafen sein, sagte Lipp. «Targa war eine Ikone unseres Zoos», zitiert das Blatt den stellvertretenden Zoodirektor. Eine Stellungnahme des Zoos zu diesem Bericht war am Montagabend zunächst nicht mehr zu bekommen.

Mit 67 Jahren war Targa nach Angaben des Zoos in Augsburg der älteste Elefant Deutschlands. Auch weltweit gehörte das Tier demnach zu den ältesten Elefanten in menschlicher Obhut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos haben laut Lipp sehr betroffen auf den Tod des prominenten Tiers reagiert. «Bei den Pflegern hat es Tränen gegeben.»

Targa war 1955 in Indien geboren worden. Im Alter von sechs Jahren kam sie nach Deutschland: erst nach Hamburg, dann nach Osnabrück. Danach lebte Targa 35 Jahre lang in Augsburg. Bis Mitte 2021 war sie in dem schwäbischen Zoo stets zusammen mit ihrer Gefährtin Burma. Dann musste Burma im Alter von 53 Jahren eingeschläfert werden.

Targa hatte dann nach Angaben ihres Pflegers noch lange nach ihrer gestorbenen Artgenossin gesucht. Sie musste schließlich allein in ihrem Gehege bleiben, obwohl der Zoo noch zwei weitere Elefanten hat. Die Verantwortlichen wollten nicht riskieren, dass es zu einem Kampf zwischen den Tieren kommt, wenn Targa mit den beiden anderen zusammengelassen wird.


Bildnachweis: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
News aus der Welt

Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Philippinen: 87 Menschen nach Brand auf Fähre vermisst
News aus der Welt

Auf dem Weg ins philippinische Urlaubsparadies Coron bricht auf einer Fähre Feuer aus. Fünf Menschen sterben – von mehr als 80 weiteren fehlt zunächst jede Spur.

weiterlesen...
Geht es ohne? – Wie Tierversuche ersetzt werden sollen
News aus der Welt

Rund zwei Millionen Tiere wurden 2024 für Forschungszwecke eingesetzt beziehungsweise getötet. Das sind weniger als in früheren Jahren, aber immer noch viele. So könnte die Zahl reduziert werden.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Philippinen: 87 Menschen nach Brand auf Fähre vermisst
News aus der Welt

Auf dem Weg ins philippinische Urlaubsparadies Coron bricht auf einer Fähre Feuer aus. Fünf Menschen sterben – von mehr als 80 weiteren fehlt zunächst jede Spur.

weiterlesen...
Geht es ohne? – Wie Tierversuche ersetzt werden sollen
News aus der Welt

Rund zwei Millionen Tiere wurden 2024 für Forschungszwecke eingesetzt beziehungsweise getötet. Das sind weniger als in früheren Jahren, aber immer noch viele. So könnte die Zahl reduziert werden.

weiterlesen...