29. Oktober 2021 / News aus der Welt

Deutscher Astronaut Maurer «ganz entspannt» vor dem Start

Am Sonntag soll der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer mit drei Nasa-Kollegen von Cape Canaveral zur ISS starten. Bisher seien alle ganz ruhig. Zur Vorbereitung steht noch viel Programm an.

Matthias Maurer startet am Sonntag zur Internationalen Raumstation (ISS).
von dpa

Der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer spürt vor seinem für Sonntag geplanten Start zur Raumstation ISS noch kein Lampenfieber.

«Erstaunlicherweise, meine Kollegen und ich, wir sind alle extrem ruhig, ganz entspannt», sagte Maurer am Freitag bei einer Pressekonferenz, zu der er aus der Quarantäne in Cape Canaveral zugeschaltet war. «Ich muss mich da jeden Tag kneifen, weil ich denke, da hätte ich mehr erwartet, dass ich total hibbelig und nervös bin.»

Dieser Zustand sei aber auch ein «Erfolg des Trainings», sagte der 51-jährige Saarländer. «Wir wissen genau, was auf uns zukommt, wir sind total konzentriert, wir arbeiten die Prozeduren ab und ich denke, die Aufregung wird dann spätestens einsetzen, wenn die Rakete gezündet wird.»

Maurer: «Wird jetzt doch langsam richtig echt»

Gemeinsam mit seinen drei Nasa-Kollegen Thomas Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron habe er am Donnerstagabend (Ortszeit) zum ersten Mal die auf der Spitze der Rakete aufgerichtete «Crew Dragon»-Kapsel betreten. «Das war schon so ein Moment, wo ich dachte, das wird jetzt doch langsam richtig echt.» Auch ansonsten stehe in der Quarantäne viel Programm auf dem Plan. «Wir sitzen hier nicht nur rum und schützen uns vor den Keimen, sondern wir machen noch verschiedene Übungen und gehen noch mal den Ablauf durch bis zum Start.»

Maurer und seine drei Kollegen sollen am Sonntag mit einem «Crew Dragon» der privaten Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abheben und zur ISS fliegen. Maurer wäre damit der zwölfte Deutsche im All, der vierte auf der ISS und der erste, der mit einem «Crew Dragon» dorthin geflogen ist. Auf der ISS soll Maurer in rund 400 Kilometern Höhe etwa sechs Monate lang zahlreiche Experimente durchführen und wohl auch einen Außeneinsatz absolvieren.


Bildnachweis: © Rolf Vennenbernd/dpa
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