21. Januar 2020 / Allgemeines

Kloster Wiedenbrück: Neues Jahrzehnt, neue Nutzung.

Genossenschaftsgründung vollzogen

Veröffentlicht am 21. Januar 2020 um 16:50 Uhr



Das neue Jahr ist noch jung, schon erfüllen sich die Wünsche zahlreicher Bürger*innen aus Rheda-Wiedenbrück: Die Gründung der gemeinnützigen Genossenschaft Kloster Wiedenbrück eG ist besiegelt.

Mit der Gründungsversammlung am 20.01.2020 im Refektorium des Klosters ist der Weg für die derzeit 475 Interessierten geebnet, die Anteile kaufen und sich als Genoss*innen engagieren wollen. Den Ort für bürgerschaftliche, spirituelle und kulturelle Begegnungen zu öffnen und die Tradition der Franziskaner zu erhalten, war und ist erklärtes Ziel des Genossenschaftsprojekts. Um rasch handlungsfähig zu werden, wurde jetzt eine Gründung im kleinen Kreis vollzogen. So können ab jetzt alle Vorbereitungen getroffen werden, damit im März alle Interessierten der Genossenschaft beitreten können.

Das Gründungsteam freut sich über die Früchte der intensiven Bemühungen um den Erwerb des Anwesens und gibt die Ergebnisse aus der Gründungsversammlung bekannt: Frisch in den Vorstand gewählt sind Sabine Daelen, Michael Rakete, Sonja Rakete und Bettina Windau, die allesamt hoffen, dass sie von vielen Engagierten bei den unterschiedlichsten Aufgaben im und am Kloster unterstützt werden. Den Aufsichtsrat bilden Peter Bole, Reinhard Edeler, Georg Effertz, Markus Hüllmann, Christian Schnieder und Dr. Heiner Wortmann.

„Das ist ein richtig guter Tag“, findet Georg Effertz, der mit Christian Schnieder und Dr. Heiner Wortmann schon seit Langem zur Fördergemeinschaft des Franziskushauses gehört. Christian Schnieder ergänzt: „Die weitere Nutzung des Franziskanerklosters über eine gemeinnützige Genossenschaft zu regeln, ermöglicht es, die Werte solidarischer Gemeinschaft und demokratischer Kultur in idealer Weise zu kombinieren. Und das passt perfekt zu Rheda-Wiedenbrück.“

„Auch wenn es nicht mehr ein Franziskanerkloster beherbergt, wird es weiterhin Menschen zusammenführen, Jugendarbeit ermöglichen, in einer gewissen Beziehung zur Kirchengemeinde stehen und vor allem in der Bevölkerung verankert bleiben. Das sehen wir als großen Wert und als Chance an, die wir gerne unterstützen. Gerade weil auch für uns Franziskaner die Schließung eines solch traditionsreichen Klosters ein schmerzlicher Schritt ist, ist es uns nicht egal, was nach unserem Abschied mit einem Gebäude geschieht“, sagt Provinzialvikar P. Markus Fuhrmann, der extra aus München angereist ist, um der Gründungsversammlung als Gast beizuwohnen.

In der Zukunft sollen das Kloster und der Klostergarten ein Ort der Begegnung und des Engagements sein. Kultur und Bildung, Jung und Alt, Erhaltung des ehrwürdigen Gebäudes und frische Ideen: Veranstaltungen, Seminare, Konzerte, Lesungen, gemeinsames Gärtnern, Gruppentreffen und Aktivitäten aller Art finden bei entsprechendem Ideenreichtum und Tatkraft der Bürger*innen hier einen neuen Ort. „Ein Kloster zum Mitmachen“, so Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Heiner Wortmann.

Hier geht es zur Webseite: www.kloster-wiedenbrueck.de

Quelle: Kloster Wiedenbrück 

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