28. April 2023 / Kreis Gütersloh

Keine kurzfristige Übergangslösung – Erreichbarkeit von Werther/Westf. soll verbessert werden

Gütersloh. Für den Standort der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule (PAB) in Borgholzhausen zeichnet sich keine...

von Isabelle Gruschke

Gütersloh. Für den Standort der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule (PAB) in Borgholzhausen zeichnet sich keine Möglichkeit ab, den Anmeldeüberhang aufzufangen. Damit bleibt die für die Eltern und Kinder unbefriedigende Situation bestehen, dass 29 Kinder – davon 25 aus Borgholzhausen und vier aus Halle/Westf. –, nicht an ihrem Wunschstandort Borgholzhausen die Schule besuchen können. Für die kommenden Fünftklässler geht es ab dem Schuljahr 2023/2024 nach Werther/Westf.. Schulleitung und der Kreis Gütersloh als Schulträger informierten am Freitag, 28. April, die Eltern im Forum Schulstandort Borgholzhausen über die Entscheidung und die Gründe, die dazu geführt haben.

203 Kinder sind für das neue Schuljahr angemeldet worden, – sie alle erhielten eine Zusage. Allerdings stellt die Verteilung ein Problem dar: Für Borgholzhausen haben sich 115 Kinder angemeldet. Dort ist die Sekundarstufe I jedoch nur dreizügig, 87 Plätze stehen im nächsten Schuljahr zur Verfügung. In Werther/Westf. ist die Sekundarstufe I vierzügig, es stehen 116 Plätze zur Verfügung, angemeldet hatten sich dort 88. 29 Schülerinnen und Schüler, die in Borgholzhausen beschult werden wollten, müssen also zum Standort in Werther/Westf. pendeln. Dies betrifft vor allem Kinder, die im Zentrum von Borgholzhausen wohnen, da der öffentliche Nahverkehr hier die beste Verbindung anbietet. „Das ist natürlich sehr ärgerlich für die Familien, daher hat der Kreis als Schulträger nach möglichen Lösungsansätzen gesucht. Die Ergebnisse waren jedoch bedauerlicherweise wenig überzeugend, nicht zeitnah umsetzbar und stellten keine langfristige Lösung der Problematik dar“, hebt Sandra Jürgenhake, Abteilungsleiterin Bildung beim Kreis Gütersloh, hervor. In mehreren Gesprächen mit der Schulleitung wurden alle Optionen geprüft, diese sind trotz aller Bemühungen aufgrund organisatorischer, pädagogischer und räumlicher Gegebenheiten nicht realisierbar.

 Um künftig eine gerechtere Verteilung zu erreichen bei der Frage, welche Schülerinnen und Schüler pendeln, soll untersucht werden, ob die Erreichbarkeit des Standorts Werther/Westf. auch aus anderen Kommunen und Ortsteilen für das Anmeldejahr 2024/2025 verbessert werden kann. Die Möglichkeit, die Zügigkeiten der Schulen zu tauschen – also vier Züge in Borgholzhausen und drei in Werther/Westf. – haben die Verantwortlichen verworfen: Das würde bedeuten, dass auch das Personal – Lehrkräfte wie auch kommunales Personal wie Hausmeister und Sekretariat – entsprechend anders eingesetzt werden müssten. Das größte Problem: In Borgholzhausen, wo auch die PAB-Oberstufe angesiedelt ist, fehlen die Räumlichkeiten, um eine weitere Schulklasse zu etablieren. Um kurzfristig neue Klassenräume zu schaffen, hat der Kreis den Aufbau von Pavillons geprüft. Allerdings könnten die provisorischen Klassenräume erst 2024 fertiggestellt werden und die aktuell betroffenen Kinder müssten dann trotzdem erstmal nach Werther/Westf. pendeln. Außerdem wäre diese Lösung nur für den jetzigen Anmeldejahrgang, die Folgejahrgänge ständen vor den gleichen räumlichen Problemen. Dieses Ergebnis ist mit etwa 325.000 Euro für sechs Jahre praktisch nicht umsetzbar.

Die Prüfung möglicher Alternativen führte jedoch zu keiner Lösung. Daher bleibt die Klassenverteilung der beiden Standorte bestehen und die 29 betroffenen Kinder müssen pendeln. Dies ist mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Einzugsbereiche sowie der Bezirksregierung Detmold abgestimmt.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)


Bildnachweis/Bildinformationen: Sandra Jürgenhake, Abteilungsleiterin Bildung beim Kreis Gütersloh, präsentierte den interessierten Eltern im Forum der PAB-Gesamtschule in Borgholzhausen die Ergebnisse. Anschließend beantwortete sie gemeinsam mit Schulleiterin Ulla Husemann, Susanne Koch (Dezernentin Bildung, Integration, Soziales und Jugend beim Kreis Gütersloh) sowie Bürgermeister Dirk Speckmann die Fragen der Eltern. Foto: Kreis Gütersloh

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