29. November 2021 / Good Vibes

Trotz Corona: Verein „Aktion Kinderträume“ hilft so vielen Familien wie noch nie

Verein der Deutschen Fleischwirtschaft

Der Verein "Aktion Kinderträume" aus Rheda-Wiedenbrück blickt trotz der Corona-Pandemie auf ein gutes Jahr 2020 zurück. Denn der Verein der Deutschen Fleischwirtschaft, der Familien mit unheilbar erkrankten Kindern unterstützt, konnte im vergangenen Jahr so vielen Familien helfen wie noch nie. Und gerade die hatten besonders mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen.

Das Jahr 2020 wird als ein Jahr mit ganz besonderen Herausforderungen in Erinnerung bleiben. Die Corona-Pandemie hat die Welt aus den Angeln gehoben und komplett auf den Kopf gestellt. Aus Angst vor dem Virus wurden das soziale Leben und die zwischenmenschlichen Kontakte komplett zurückgefahren. Diese für jeden Einzelnen herausfordernde Situation hat Familien mit unheilbar erkrankten Kindern in ganz besonderem Maße getroffen. Neben der ohnehin schon enormen psychischen Belastung erschwerten zunehmende Isolation, fehlende Unterstützung durch Pflegekräfte und Hilfen sowie finanzielle Sorgen durch Verdienstausfälle die Bewältigung des Alltags.

Der Verein „Aktion Kinderträume“ aus Rheda-Wiedenbrück hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau jenen Familien Unterstützung zukommen zu lassen, die durch die lebensbedrohliche Krankheit eines Kindes oft von einem Tag auf den anderen in existenzielle Notlagen geraten. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass der Verein trotz der Pandemie im zurückliegenden Jahr so vielen Familien wie nie zuvor helfen konnte. Das war das Ergebnis der jetzt abgehaltenen Mitgliederversammlung des Vereins.

Aus der kleinen Idee von Clemens Tönnies (Tönnies Unternehmensgruppe), Uli Hoeneß (HoWe Wurstwaren) und Wilhelm Leuze (Friedr. Dick Messer) vor 17 Jahren ist über die Zeit etwas Großes gewachsen. Der Verein der Deutschen Fleischwirtschaft hat seitdem unzählige Familien in ihrem Alltag mit lebensbegrenzt erkrankten Kindern unterstützt. »Und wir sind sehr glücklich, dass wir auch im Corona-Krisenjahr 2020 für so viele Mütter und Väter da sein konnten«, sagt Margit Tönnies, Schirmherrin des Vereins „Aktion Kinderträume“. »Wir konnten in den zurückliegenden Monaten so vielen Familien helfen wie noch nie.« 

Und diese Menschen hatten Hilfe bitter nötig, denn neben der ohnehin extremen Belastung trug die verstärkte Isolation zum Schutz vor Corona dazu bei, dass in diesen Monaten viele Betroffene auf sich alleingestellt waren. Pfleger, Tagesbegleiter und Therapeuten durften gar nicht erst kommen. Kurzarbeit und Verdienstausfälle haben viele Familien darüber hinaus in existenzielle Nöte gebracht. »Zu allen anderen Sorgen raubte die finanzielle Unsicherheit Kraft und Zuversicht, die eigentlich dem kranken Kinde geschenkt werden sollte«, unterstreicht Margit Tönnies. 

Und genau an diesem Punkt steht der Verein den Angehörigen zur Seite, hat ein offenes Ohr für die Situation und die Probleme und leistet unbürokratische Hilfe. Insbesondere wenn die Krankenkassen keine Unterstützung anbieten können, springt der Verein "Aktion Kinderträume" ein, organisiert Hilfe und übernimmt die Kosten für Medikationen, Operationen, Therapien oder Umbaumaßnahmen im Haus. Zudem werden elektrische Rollstühle, Rollstuhl-Fahrräder oder behindertengerechte Autos für die Betroffenen angeschafft, um Entlastung zu bieten und das Leben ein wenig zu erleichtern. 

»Ein Rollstuhl passt in der Regel in kein normales Auto. Daher lassen wir die Fahrzeuge entsprechend mit Rampe und Rollstuhlplatz modifizieren«, erläutert die Schirmherrin. Rund 7.000 Euro kostet allein ein solcher Umbau; hinzu kommen die eigentlichen Anschaffungskosten für das Fahrzeug. Mehr als 135 Autos sind derzeit in Deutschland unterwegs, die die Hilfsorganisation hat umbauen lassen. Diese Zahl macht den immensen Bedarf deutlich.

»Wir sind bei dieser Hilfe natürlich auf Spenden von Firmen, Vereinen und Privatpersonen angewiesen. Nur so können wir den oft verzweifelten Eltern das tägliche Leben erleichtern, wohlwissend, dass die Zeit mit ihren Kindern begrenzt ist«, verdeutlicht Margit Tönnies. Sie ist froh, dass auch im Corona-Jahr 2020 zahlreiche Spender dem Verein die Treue gehalten haben und darüber hinaus viele neue hinzugekommen sind. »Ich bin zutiefst dankbar, dass so viele Unterstützer unseren Weg begleiten und uns solch großes Vertrauen entgegenbringen.« 

Gerade jetzt vor Weihnachten sei es an der Zeit, an die mehr als 50.000 Familien in Deutschland zu denken, die ein unheilbar krankes Kind in ihrer Mitte haben. »Wenn man dann in die leuchtenden Augen der Familien schaut, die wir unterstützen, dann weiß man, wofür man das macht. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, diesen Kindern und Familien ein wenig ihrer Last zu nehmen, Beistand zu bieten und den Alltag zu erleichtern«, verdeutlicht Margit Tönnies. Und dieser Zusammenhalt und dieses Engagement war und ist gerade in der Corona-Zeit enorm wichtig.

Bildzeile: Das Bild zeigt die Fahrzeugübergabe in diesem Jahr an Familie Alili aus Gütersloh.

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