6. März 2023 / News aus der Welt

Verdächtige besaßen Gegenstände von vermisstem Deutschen

Letzte Spur: ein Wanderpfad. Seit dem 15. Februar gilt ein 22-jähriger Brandenburger in Kapstadt als vermisst. Jetzt wurden fünf Verdächtige angeklagt - wegen Raubüberfalls.

Vermisst im Urlaub: Kapstadt mit seinen Stränden und Sehenswürdigkeiten ist ein beliebtes Reiseziel in Südafrika. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 6. März 2023 um 13:49 Uhr von dpa

Im Zusammenhang mit der Suche nach einem deutschen Touristen in Südafrikas Metropole Kapstadt sind am Montag erneut fünf Verdächtige vor Gericht im Vorort Wynberg erschienen. Die Männer seien im Besitz von Gegenständen gewesen, die dem Brandenburger gehörten und seien des Raubüberfalls angeklagt worden, sagte Eric Ntabazalia von der Nationalen Strafverfolgungsbehörde NPA.

Die Staatsanwaltschaft habe am Montag mehr Zeit für weitere Ermittlungen erbeten, sagte Ntabazalia. Dazu gehören demnach die Vernehmung von Zeugen, DNA-Analysen sowie eine Auswertung der Handy-Kommunikation der Angeklagten. Der nächste Gerichtstermin wurde auf den 4. Mai angesetzt.

Die Verdächtigen waren erstmals am Dienstag vergangener Woche verhört worden. Im Anschluss sollten weitere polizeiliche Untersuchungen stattfinden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben noch keine direkte Verbindung zwischen den Verdächtigen und dem Verschwinden des Brandenburgers vor knapp drei Wochen beweisen können. Beamte suchten demnach weiter nach einer Spur des 22-Jährigen, der aus der Nähe von Cottbus stammt.

Der junge Mann ist nach Angaben der Polizei am 6. Februar in das Land am Südzipfel Afrikas eingereist und hat in einer Airbnb-Unterkunft im Vorort Pinelands gewohnt. Seit dem 15. Februar gilt der Deutsche als vermisst.

Für Surfkurs angemeldet, aber nicht erschienen

In sozialen Medien kursierte ein von einer Sicherheitskamera aufgenommenes Foto, das den Mann am 15. Februar in Sportkleidung auf dem Weg zu einem Wanderpfad am Fuße des Karbonkelbergs in Hout Bay, einem weiteren Vorort Kapstadts, zeigt. Die Polizei bestätigte, dass der Mann dort von einem Fahrdienst abgesetzt wurde.

In einer Suchanzeige auf einer Facebook-Seite für Deutsche in Kapstadt hieß es, der Mann sei am 16. Februar für einen Surfkurs angemeldet gewesen, dort aber nicht erschienen. Seine Kleidung und Wertgegenstände befanden sich den Angaben zufolge in seinem Zimmer im Gästehaus.

Die deutsche Botschaft in Südafrika bestätigte, sie sei über den Fall informiert worden und mit den südafrikanischen Behörden sowie den Angehörigen des Vermissten in Kontakt.  


Bildnachweis: © Nardus Engelbrecht/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

LeseSnacks im Kloster Wiedenbrück: Fallobst im Fokus
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Am 17.09.2026 ab 19:30 Uhr präsentieren die LeseSnacks Geschichten über Fallobst im Kloster Wiedenbrück.

weiterlesen...
Mutter wollte Söhne anzünden - Entlassung aus Klinik
News aus der Welt

Spiritus, Feuerzeuge und plötzlich Panik im Supermarkt: Eine Mutter hat versucht, ihre beiden Söhne zu ermorden. Daran hat das Gericht keine Zweifel - und entscheidet doch zugunsten der Angeklagten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mutter wollte Söhne anzünden - Entlassung aus Klinik
News aus der Welt

Spiritus, Feuerzeuge und plötzlich Panik im Supermarkt: Eine Mutter hat versucht, ihre beiden Söhne zu ermorden. Daran hat das Gericht keine Zweifel - und entscheidet doch zugunsten der Angeklagten.

weiterlesen...
Meta sperrt in Australien mehr als 750.000 Jugend-Accounts
News aus der Welt

Seit Dezember dürfen unter 16-Jährige in Australien keine Konten bei vielen sozialen Netzwerken mehr haben. Meta zieht nun Bilanz: 750.000 Konten wurden gesperrt – doch die Umsetzung bleibt schwierig.

weiterlesen...