11.04.2026 - 06.09.2026 / 15:00 - 17:00

Einsatz in Tsingtau 

Ausstellung,  Kunst & Kultur
Ausstellung

Einsatz in Tsingtau - Ostwestfälische Soldaten in der deutschen Kolonie

1897 hatte das Deutsche Kaiserreich mit einem durch militärische Drohkulissen forcierten Pachtvertrag das „Deutsche Schutzgebiet Kiaotschou“ erworben. Die Hauptstadt dieses Gebiets war die Stadt, die im Deutschen damals „Tsingtau“ und heute „Qingdao“ geschrieben wird. Dort wurde der Sitz des deutschen Gouverneurs errichtet und die Garnison des III. Seebataillons der Marine angesiedelt. Über den Militärdienst kamen auch Soldaten aus Ostwestfalen nach Fernost und auch einige der in China tätigen Missionare hatten Wurzeln in der Region.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wurde der kleine deutsche Außenposten bereits nach wenigen Monaten im November des ersten Kriegsjahres von Japanern und Briten erobert. Für die dort stationieren Deutschen bedeutete die Niederlage den Beginn einer mehrjährigen Kriegsgefangenschaft in Japan. Die Mehrheit der jungen Männer kehrte erst 1920 wieder in die Heimat zurück.

In der Sonderausstellung wird die Geschichte der kleinen deutschen Kolonie in China nachgezeichnet. Die koloniale Vergangenheit, auch wenn sie mehr als 100 Jahre zurück liegt, prägte das Bild der Welt für die Beteiligten und ihre Nachfahren, zum Teil bis heute.

Quelle: Stadt Rheda-Wiedenbrück
Teile diese Veranstaltung: