Das alte Küsterhaus in St. Vit ist in den letzten Jahren dank des großen Engagements vieler Sankt Viter rund um den Verein „Dorf aktiv“ zu einem Mittelpunkt des Dorflebens geworden. Eine große Bedeutung hat der Fachwerk-Vierständerbau aber schon seit Jahrhunderten. Deshalb ist er jetzt mit der Denkmalplakette ausgezeichnet worden.
Burkhard Schlüter, Leiter des Fachbereichs Baumanagement und Denkmalpflege, und Denkmalschützer Klaus Landwehr überreichten die Plakette jetzt an Hermann Josef Budde und Heinrich Splietker, die sie stellvertretend für „Dorf aktiv“ in Empfang nahmen. Die Plakette mit dem Landeswappen ziert nun den großen Torbogen zur Deele des grundsanierten Dorfgemeinschaftshauses.
1658 hatte der damalige Osnabrücker Fürstbischof Franz Wilhelm von Wartenberg neben der Kirche das Gebäude als Wohnhaus für einen Küster und als Übernachtungsmöglichkeit für den aus Wiedenbrück anreisenden Geistlichen errichten lassen. 1644 hatte Bischof Franz Wilhelm bereits das Franziskanerkloster in Wiedenbrück gegründet. Viele Generationen lang diente das älteste, nicht landwirtschaftlich genutzte Haus des Dorfes auch als Schule für St. Vit. Heute ist es Dorfgemeinschaftshaus, Tagungs- und Veranstaltungsort und beherbergt auch eine kleine Ferienwohnung.
Bild (vlnr): Klaus Landwehr und Burkhard Schlüter überreichen Hermann Josef Budde und Heinrich Splietker (Mitte) die Denkmalplakette für das Küsterhaus.
Quelle: Stadt Rheda-Wiedenbrück - hier Original öffnen (www.rheda-wiedenbrueck.de)
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