12. Oktober 2020 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

SC Wiedenbrück: Der letzte Schuss ist drin!

1:1 bei Fortuna Düsseldorf U23

SC Wiedenbrück
von TW

Nach zwei Untentschieden in den letzten beiden Heimspielen, die sich wie Niederlagen angefühlt haben, ging es am Wochenende gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf. In diesem Spiel stachen auf beiden Seiten die Einwechselspieler. In allerletzter Sekunde rettet Neuzugang Fabian Brosowski einen Punkt. 

Spielbericht SC Wiedenbrück:

Am Nachmittag teilt der SC Wiedenbrück mit einem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf die Punkte. Nach 94 intensiven und spannenden Minuten glich unser Neuzugang Fabian Brosowski die glückliche Düsseldorfer Führung mit dem letzten Gongschlag aus und sichert dem SCW damit bereits den 10. Regionalligapunkt der Saison.

Fühlten sich die letzten Unentschieden gegen den SV Lippstadt und den FC Wegberg – Beeck am Ende eher wie Trostpreise an, so war der Punkt in Düsseldorf aufgrund seines späten Zustandekommens dann eher wie die doppelt hochgedrückte Sonne mit dreifach Kirsche und voller Kleingeldauszahlung.

Denn mit dem nun wirklich allerletzten Angriff dribbelte plötzlich Fabian Broswoski auf Dennis Gorka im Düsseldorfer Tor zu und überwand den Fänger mit einem überlegten Schuss in die lange Ecke. Der Jubel kannte anschließend nur wenig Grenzen, denn nachdem die Fortuna in der 78. Minute durch Steffen Meuerer mit der nahezu ersten wirklichen glasklaren Chance in Führung gegangen war, war ein Spiel eigentlich verloren, dass niemals hätte verloren gehen dürfen.

So biss sich der zuletzt so starke Zweitliganachwuchs an unserer Elf lange Zeit mal original die Zähne aus und tat sich dabei enorm schwer klare Aktionen herauszuspielen.

Ursache dafür: Unser Coach Daniel Brinkmann hatte seinen Jungs einen ebenso einfachen, wir wirkungsvollen Plan an die Hand gegeben: Gegen den Ball verzichtete seine Mannschaft auf Pressingaktionen in des Gegners Hälfte und nahm die Hausherren erst ab der Mittellinie mit kernigen Zweikämpfen in Empfang.

Im Spielaufbau hingegen schoben die Außenpositionen weit nach vorne, so dass sich in vorderste Reihe oft eine Viererkette ergab, die von Oliver Zech aus der eigenen Defensive mit flauschweichen Diagonalbällen gefüttert wurden.

Chancen ergaben sich daraus für Niklas Szeleschus, der nach 16 Minuten über das Tor zielte, für Saban Kaptan per Kopf (30.), Lukas Demming, dessen Schuss an der Fünfmeterlinie geblockt wurde und vor alle für Viktor Maier, der kurz vor der Pause aus spitzem Winkel zwar einen Treffer erzielte, dessen Anerkennung Schiedsrichter Andreas Steffen aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung aber verweigerte.

Agierte der SCW in Halbzeit eins aus einer stabilen taktischen Struktur, die ihr auch die Spielkontrolle verlieh, so wurde die Partie nach gut einer Stunde einen Tick wilder und beide Mannschaften suchten ihr Heil in schnellen Umschaltaktionen.

Den Auftakt bildete ein Kopfballbogenlämpchen, das Marcel Hölscher wie der junge Uwe Kamps Anfang der 90er Jahre unter Einsatz seines Lebens über die Querlatte bog.

Im Gegenzug verpasste Phil Beckhoff vor dem Tor zunächst ein Maier – Zuspiel nur knapp, ehe er die Kugel am langen Pfosten vorbei jagte (72.) und dann noch Düsseldorfs Fänger um ein Haar mit einem Freistoß kalt erwischte, den der böige Wind in Richtung zweiten Pfosten pustete.

Tja, und dann klingelte es auch schon verhältnismäßig überraschend auf der anderen Seite, als Steffen Meurer nach einem Zuspiel von der linken Seite die Kugel mit ziemlich viel Glück an Marcel Hölscher vorbei ins Netz drückte.

Dass es am Ende doch noch ein Happy End gab, ging nicht zuletzt auf den Deckel von Robin Twyrdy, der sich als fleischgewordene Brechstange für die letzten zehn Minuten auf in den Sturm machte und die Düsseldorfer Abwehr vehementer aufscheuchte, als unter der Woche die Steuerfahndung die DFB-Zentrale in Frankfurt.

So blieb es dann aber Fabian Brosowski vorbehalten mit seinem ersten Treffer für den SC Wiedenbrück in der vierten Minute der Nachspielzeit gleich mal einen hoch emotionalen Punkt unter Dach und Fach zu bringen, der in diesem Fall wirklich mehr nach dem Blut eines Drachen schmeckte als nach Trostpreis.

Drücken wir unserer Mannschaft die Daumen, dass sie das Momentum über die Woche in Darchenblut konservieren und es dann am kommenden Samstag im Spiel gegen den SC Fortuna Köln wieder in die Waagschale werfen kann.

Freuen wir uns drauf!

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