13. April 2022 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Niederlage mit Fragezeichen

0:1 gegen Wuppertal

Spielbericht des SC Wiedenbrück:

Der SC Wiedenbrück unterliegt dem Wuppertaler SV in einem intensiven Regionalligaspiel knapp und bitter mit 0:1 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Kevin Rodrigues Pires mit einem verwandelten Foulelfmeter (58.). In der Endphase verpasste unsere Elf gleich mehrfach den Ausgleich, als der starke Stanislav Fehler drei stark herausgespielte Chancen besaß.

Als unsere Jungs nach wechselhaften 94 Minuten sichtlich geknickt vom Platz schlichen, hatte der Fußballnachmittag gleich eine Vielzahl von offenen Fragen im Raum stehen lassen.
 
Gleich die erste klatschte nach gut 20 Minuten an die Unterkante der Wiedenbrücker Querlatte, als ein brettharter Kopfball von Roman Prokoph von dort auf den nassen Rasen tippte, Schiedsrichter Visse die Kugel aber nicht hinter der Linie gesehen hatte. Ob der Ball nun hinter der Linie war, oder tatsächlich noch den ein oder anderen weiß markierten Grashalm berührt hatte, war im Anschluss nicht mehr zu klären.
 
Das nächste in diesem Fall rote Fragezeichen leuchtete dann kurz vor dem Halbzeitpfiff auf, als Manfredas Ruzgis nach einem Zweikampf mit Kevin Pytlik die knallrote Karte sah, aber wohl zunächst doch recht deutlich die Kugel mit der Seite ins Aus spielte, bevor er mit der Schussbewegung Pytlik so unglücklich traf, dass dieser in der Pause mit drei Stichen genäht werden musste.
 
Unstrittig bis dahin: Dass unsere Viererkette um Oliver Zech, Bjarne Pudel, Tim Böhmer und Fabian Brosowski gegen Wuppertals bärenstarke Offensive überragend abräumte, unsere Elf aber auch etwas Glück benötigte, als Marcel Hölscher zwischenzeitlich einen Schuss von Kevin Pires Rodrigues nur mit Mühe aus dem Winkel angeln konnte.
 
Hatte unsere Mannschaft den Wuppertaler Spielaufbau im ersten Durchgang immer wieder punktuell angepresst und so den ganz großen Druck der Gäste clever unterbinden können, sortierte Daniel Brinkmann seine Kicker im zweiten Abschnitt und (zunächst) in Unterzahl agierend etwas tiefer und verzichtete fortan komplett auf Pressingaktionen in des Gegners Hälfte.
 
Lange präsentierte sich das Spiel aber nicht in dieser zahlenmäßigen Konstellation, denn bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff stellte Wuppertal personell wieder auf Gleichzahl, als Kevin Pytlik nach einem taktischen Foul die gelb-rote Karte erhielt.
 
Die Gäste zeigten sich davon aber zunächst nicht beeindruckt, ließen die Kugel nun besser laufen und nutzen dabei die größeren Räume, die sich durch die beiden Platzverweise ergeben hatten. Das Resultat war ein Elfmeter (ohne Fragezeichen), als Bjarne Pudel Wuppertals Roman Prokoph mit der stumpfen Axt am Standbei traf und Kevin Pires Rodrigues den fälligen Elfmeter sicher zum 1:0 (58.) verwandelte.
 
In der Folge stemmte sich der SC Wiedenbrück vehemmt gegen die drohende Niederlage. Daniel Brinkmann warf mit Leon Tia, Ufu Osawe, Ousman Touray und Nachwuchkicker David Dören frische Offensivkräfte in die Partie und befeuerte damit den Druck auf das Wuppertaler Tor.
 
In den Mittelpunkt rückte nun immer mehr Stanislav Fehler, der sich in seiner bislang besten Leistung für den SC Wiedenbrück drei, vier super Torchancen erspielte, aber jeweils an Sebastian Patzler im Wuppertaler Tor scheiterte.
 
Letztlich blieb es bei der knappen Niederlage, die Daniel Brinkmann aber nicht anhand des Ergebnisses, sondern an der Leistung seiner Mannschaft beurteilte: „Wir haben über die volle Distanz gut dagegengehalten und hatten zum Ende mehrfach die Chance zum Ausgleich. Es soll kein Alibi sein, aber wir hatten eben auch eine schwierige Woche und mussten erneut auf sieben Spieler verzichten. Da hat man schon gemerkt, dass die Jungs das alles sehr geschlaucht hat“.
 
Den nächsten Anlauf, um diesen verteufelten 13. Saisonsieg einzufahren, unternehmen wir am kommenden Samstag bei Fortuna Köln, wenn es im dortigen Südstadion ab 14 Uhr um die nächsten Regionalligapunkte geht.

Quelle: ©SC Wiedenbrück
Bilder: ©Marina Brüning

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