20. September 2022 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Mannis Treffer reichte nicht

1:2 gegen M`Gladbach

Spielbericht des SC Wiedenbrück:

Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hatte Daniel Brinkmann seine Mannschaft in deutlich verändertem Setting auf den Rasen geschickt: In der Defensive kehrte Oliver Zech in die Startelf zurück und bildete zwischen Tim Böhmer und Maik Amedick das zentrale Element in einer Fünferkette, die damit nach längerer Zeit ihr Comeback feierte. Zudem stand erstmals Nils Kaiser in der Startelf, der neben Hendrik Lohmar die zweite Achterposition übernahm.
 
Rein organisatorisch startete das Wiedenbrücker Defensivspiel zunächst rund um den Mittelkreis, wo unsere Mannschaft in einem engen Verbund auf die Gladbacher Techniker wartete, um dort dann die Räume zu verknappen und Ballgewinne zu erzielen.
 
Es ging für unsere Jungs dann auch gleich mal gut los, als Manfredas Ruzgis nach einer Lohmar – Ecke völlig frei aus acht Metern durchladen konnte, die Kugel dann per Vollspann aber deutlich über den Querbalken jagte (3.).
 
Nur kurze Zeit später hatte Nils Kaiser die Wiedenbrücker Führung in einer ganz ähnlichen Situation auf dem Schlappen, als er einen hohen Ball technisch sehenswert aus der Luft saugte, seinen Abschluss dann aber mit viel Schmackes in Richtung kaltes Buffet im VIP-Raum sandte (9.).
 
Hatten unsere Jungs also einen ganz okayen Start in den Tag erwischt, nahm die Borussia nach gut zehn Minuten auch ihre Arbeit auf und erspielte sich eine Handvoll echt guter Torchancen, bei denen entweder Marcel Hölscher mit diversen Körperteilen halten, oder Oliver Zech spektakulär auf der Linie retten musste. Kam unsere Elf mit dem 0:0 also einen Tick glücklich in die Kabine, so nutzte Daniel Brinkmann die 15 Minuten zwischen dem Seitenwechsel, um seine Jungs neu auszurichten und sie nun deutlich aggressiver anlaufen zu lassen.
 
Gegen sichtlich überraschte Gäste hatte nach nur vier Minuten Stanislav Fehler die erste Gelegenheit, als er in höchster Not von Phil Kemper geblockt wurde. Als zwei Minuten später „Manni“ Ruzgis an Max Brüll scheiterte und Daniel Brinkmann mit Niklas Szeleschus und Saban Kaptan spürbare Dynamik für die Offensive einwechselte, schien die Wiedenbrücker Führung eine Frage der Zeit.
 
Ein Treffer fiel dann auch. Leider nur auf der komplett falschen Seite. Mit dem ersten Gladbacher Angriff des zweiten Durchgangs besorgte Torben Müsel trocken das 0:1 (66.).
 
Das Gute im Schlechten: Der Schock saß beim SCW nicht sonderlich tief und war quasi im Gegenzug komplett abgeschüttelt, als „Manni“ Ruzgis nach feiner Szelelschus-Vorarbeit zum 1:1 ausglich (69.).
 
War zu diesem Zeitpunkt also alles wieder im Lack und die Hoffnung mehr als gerechtfertigt, dass bei einem weiteren linearen Spielverlauf durchaus ein schwarzblauer Dreier drin gewesen wäre, so kam Semir Telalovic nach 75 Minute etwas überraschend mit einer atypischen Hyperbel und machte mit dem 2:1 für die Borussia alle linearen Gedanken irgendwo zwischen X und Y – Achse zu Nichte.
 
Von diesem zweiten Rückstand erholte sich der SC Wiedenbrück tatsächlich nicht mehr. Bis Spielende geriet die Gästeführung nicht mehr ernsthaft in Gefahr und die junge Borussia brachte das 2:1 („Mit der besten Saisonleistung“ lt. Trainer Eugen Polanski) am Ende sicher über die Zeit.
 
„In der ersten Halbzeit hat Gladbach Vorteile gehabt und hätte durchaus mit ein oder sogar zwei Treffern in Führung liegen können. Wir kommen dann zwar besser in die zweite Halbzeit, wenn man das Chancenverhältnis aber über 90 Minuten Sieg hat die Borussia nicht unverdient gewonnen. Letztlich haben wir uns bei den Gegentoren nicht clever genug angestellt und müssen jetzt mit dem Ergebnis leben“, nahm Daniel Brinkmann das Ergebnis leicht zerknirscht zur Kenntnis.
 
Als nächstes steht für unsere Jungs nun ein Testspiel beim SC Verl auf dem Plan (Mittwoch, 21.09.22, 17:30 Uhr).
 
In der Regionalliga läuft der SC Wiedenbrück nach der Länderspielpause wieder 01.10.22 beim SV Straelen auf.

Quelle: ©SC Wiedenbrück
Bilder: ©Marina Brüning

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