16. Februar 2021 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Ein Spiel, das allen gut tut

Borussia Dortmund U 23 - SC Wiedenbrück 2:2

SC Wiedenbrück
von TW

"Nach der schweren Woche tut dieses Spiel und der gewonnene Punkt einfach unfassbar gut. Wir haben Moral und Herz gezeigt, genauso wie es Paschi gefallen hätte“, fasste Daniel Brinkmann das Spiel und die Gefühlslage seiner Mannschaft treffend zusammen.
Eine starke Aktion: Nach dem Spiel zeigte unsere 1. Mannschaft nochmal deutlich, für wen sie diesen Punkt geholt hatte.

Spielbericht SC Wiedenbrück

Am Ende einer extrem schweren Woche spielt der SC Wiedenbrück bei der U23 von Borussia Dortmund, dank einer fantastischen Mannschaftsleistung, 2:2 (1:2) unentschieden und holt damit beim aktuellen Tabellenführer der Regionalliga West einen verdienten Punkt.

Nach frühem Rückstand durch zwei Treffer von Jung-Profi Steffen Tigges biss sich unsere Mannschaft mit viel Willen und Leidenschaft in die Partie und kam noch vor der Pause durch Phil Beckhoff zum Anschluss. Als Daniel Latkowski nach gut einer Stunde den 2:2 Ausgleich erzielte, agierten unsere Jungs bereits auf Augenhöhe und hätten Minuten kurz vor dem Ende um ein Haar den Siegtreffer erzielt, als Schiedsrichter Luca Marx den frei vor dem Tor stehenden Niclas Szeleschus jedoch im Abseits gesehen haben wollte.

Gegen die junge Borussia startete Daniel Brinkmann mit der bewährten Tabellenführer-Punkteabluchs-Taktik aus dem Spiel gegen RW Essen und zog Oliver Zech zwischen die beiden Innenverteidiger Tim Geller und Durim Berisha zurück und startete mit Viktor Maier als einzige Sturmspitze.

So kompakt und konzentriert der SC Wiedenbrück auch in das Spiel startete, nach 15 Minuten musste Marcel Hölscher die Kugel bereits zum zweiten Mal aus dem Netz holen. Nach neuen Minuten hatte Steffen Tigges da schon einen Eckball ins Tor geköpft und nur sechs Minuten später als Nutznießer eines Missverständnisses in der Wiedenbrücker Abwehr die Kugel schlicht über die Linie gedrückt.

Mit dem 0:2 hatten sich unsere Jungs damit für die restlichen 75 Minuten eine nicht unerhebliche Hypothek eingehandelt, der sie sich aber mit einer beindruckenden Mentalität entgegenstellten.

Denn fortan gelang es ihr dank einer guten Organisation gepaart mit intensiven Zweikämpfen und unfassbar vielen Laufwegen die Borussia weit vom eigenen Tor fern zu halten und das Spielgeschehen rund um die Mittellinie stattfinden zu lassen.

Als dann nach 37 Minuten Phil Beckhoff eine Kontersituation nach starker Vorlage von Viktor Maier zum 1:2 Anschluss ins Tor gesandt hatte, war unsere Elf wieder voll im Spiel.

Der zweite Durchgang begann auffallend ausgeglichen. Zwar war der BVB darum bemüht mit viel Ballbesitz und gutem Passspiel wie aus dem Gero-Bisanz-Lehrbuch „Fußball von morgen“ Druck auszuüben, nur wirklich torgefährlich wurde die Mannschaft von Enrico Maaßen nicht.

Der zentrale Verteidigungsriegel um Bjarne Pudel, Lukas Demming und den bärenstarken Saban Kaptan schnappte bei jedem Pass in die tiefe unerbittlich zu und unterband so jegliche Torgefahr bereits im Ansatz.

Auf der anderen Seite sah es hingegen gänzlich aus: Denn nach einem spitzfindigen Balldiebstahl, lief plötzlich Daniel Latkowski frei auf Stefan Drljaca zu und vollstreckte sicher zum 2:2 Ausgleich (67.).

Wer jetzt mit der ganz großen Schlussoffensive der Gastgeber rechnete, wurde dann aber auch schon enttäuscht, denn der SC Wiedenbrück kickte weiter munter mit und wäre zum Ende sogar für einen Sieg in Frage gekommen, als Niklas Szeleschus von Schiedsrichter Marx ins vermeintliche Abseits gestellt wurde.

Als dann Marcel Hölscher mit seiner einzigen Parade an diesem Nachmittag den letzten Schuss des Spiel um den langen Pfosten gebogen hatte, war der Punkt auch schon eingefahren und die Erleichterung bei allen Beteiligten deutlich spürbar.

„Nach der schweren Woche tut dieses Spiel und der gewonnene Punkt einfach unfassbar gut. Wir haben Moral und Herz gezeigt, genauso wie es Paschi gefallen hätte“, fasste Daniel Brinkmann das Spiel und die Gefühlslage seiner Mannschaft treffend zusammen.

Sollte es die Wetterlage zulassen, steht für den SC Wiedenbrück am kommenden Samstag das nächste Meisterschaftsspiel gegen RW Ahlen auf dem Plan. Anstoß ist dann wieder um 14 Uhr im Jahnstadion.

Fotos: SC Wiedenbrück