20. April 2022 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Die Stadt mit W

3:2 Sieg bei Fortuna Köln

Spielbericht des SC Wiedenbrück:

So, da sind wir wieder: Der Verein aus der Stadt mit W holt in der Stadt mit K drei hochverdiente Punkte und gewinnt bei Fortuna Köln mit 3:2 (2:0). Stanislav Fehler, der Südstadttorjäger („Das kannst Du ruhig so schreiben“) Bjarne Pudel und Ufumwen Osawe sorgten mit ihren Treffern für den störrischen und langersehnten dreizehnten Saisonsieg. 

Wenn man sich Rahmenbedingungen für ein Fußballspiel in Köln wünschten dürfte, so wären sie wohl genauso auf dem Wunschzettel aufgetaucht, wie sie heute im Südstadion vorherrschten:
 
Sonnenschein, knapp 20 Grad Celsius und im Stadion über 1.200 Zuschauer, die sich dank des geöffneten Fortuna-Biergartens auf Gaffel-Basis bestens gelaunt auf den Tribünen einfanden für eine tolle Atmosphäre sorgten.
 
Als wirklicher Stimmungskiller entpuppte sich dann aber verhältnismäßig schnell und ausgerechnet der SC Wiedenbrück, der der Party im Südstadion in etwa zu zuträglich war, wie die Lebensabschnittsgefährtin, die an Rosenmontag in eine ungeplante Bützerei platzt.
 
Denn unsere Jungs jagten die Gastgeber aus einer stabilen 5:3:2 Ordneung heraus über den gesamten Platz und ließen die Fortuna in Halbzeit eins so nie wirklich in einen nennenswerten Spielfluß kommen.
 
Benedikt Zahn stellte in vorderster Reihe clever zu, dahinter nervten die flinken und extrem auf Krawall gebürsteten Stanislav Fehler, Saban Kaptan und Beythulla Özer unentwegt den Kölner Ballbesitz.
 
Nach gut zehn Minuten nahm die Partie weiter an Hubraum zu, als André Weis eine 18 Meter Böhmer Wumme nur mit Mühe zur Ecke entschärfen konnte. Auf der Gegenseite die erste, einzige aber dafür extrem dicke Kölner Chance, als Stipe Batarilo im Anschluss an einen langen Ball plötzlich blitzblank vor Marcel Hölscher auftauchte, unser Fänger die Kugel aber im Stile des Jungen Eberhard Gienger mit einer Fußbawehr, die an eine Katchev-Grätsche erinnerte, aus dem Eck fischte (20.).
 
Nach dieser einen Schrecksekunde ging es aber wieder direkt ab in Richtung Tor der Fortuna: Im direkten Gegenzug fischte André Weis einen super platzierten Schuss von Fabian Brosowski nur mit Mühe aus dem Eck (21.) und bei einem Schuss von Jan-Lukas Liehr bekam der Fänger ebenfalls noch in höchster Not einen Handschuh hinter den Ball (23.).
 
Hatte Benedikt Zahn noch knapp den Führungstreffer nach einer Liehr – Flanke verpasst (35.), rauschte die Kugel nur wenig später aber schon an Kölns Fänger vorbei ins Netz, als Stanislav Fehler eine bärenstarke – Kaptan Vorarbeit mit einem staubtrockenen Vollspannhieb zum 1:0 veredelte (34.).
 
Köln versuchte nun die Intensität zu erhöhen und stürzte sich zunehmend unkontrollierter in die Zweikämpfe. Leidtragender war Benedikt Zahn, der nach einem ruppigen Einsteigen von Jannik Löhden mit einer Verletzung am Schlüsselbein ausgewechselt werden musste (44.).
 
Dass unsere Mannschaft nicht mit diesem Negativerlebnis in die Kabine gehen musste, lag an Bjarne Pudel, der eine listige Eckballvariante nach Ablage von Saban Kaptan artistisch über die Linie drosch und damit in seinem zweiten Spiel im Südstadion seinen zweiten Treffer erzielte (44.).
 
Zum Start in den zweiten Spielabschnitt startete die Fortuna mit einer akkuraten Druckwelle, die zum einen durch die Einwechslung von Maik Kegel, als auch durch den 0:2 Rückstands von Preußen Münster in Lippstadt befeuert wurde. Minutenlang flogen nun hohe Bälle durch den Wiedenbrücker Strafraum, musste Marcel Hölscher erst nochmal kurios mit dem dicken Zeh den Anschluss verhindern (52.), war auch er machtlos, als nach knapp einer Stunde Leon Demaj am langen Pfosten eine Flanke aus Nahdistanz über die Linie mogelte.
 
Stand nun plötzlich im Raum, ob die Partie tatsächlich noch kippen könnte, straffte sich unsere Elf in der Folge, packte jetzt in den Zweikämpfen bereits wieder an der Mittellinie zu und verschob so das Spielgeschehen wieder aus dem eigenen Sechzehner in den Bereich rund um den Mittelkreis.
 
So erspielten sich die Hausherren in der Folge keine klaren Torchancen mehr und sahen sich nun den peitschenhiebartigen Wiedenbrücker Kontern ausgesetzt, von denen einer dann auch zur Entscheidung führte, als Ufumwen Osawe mit einem tollen Schuss von der Strafraumgrenze für das 3:1 und damit die endgültige Entscheidung sorgte. Das 2:3 von Jannik Löhden in der vierten Minute der Nachspielzeit trübte die Stimmung dann nicht mehr.
 
Mit nun 51 Zähler empfängt der SC Wiedenbrück am kommenden Samstag die U23 von Fortuna Düsseldorf und hat dann ab 14 Uhr die Möglichkeit einen direkten Tabellennachbarn weiter zu distanzieren.

Quelle: ©SC Wiedenbrück
Bilder: ©Marina Brüning

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