17. Februar 2020 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Der SC Wiedenbrück und RSV Meinerzhagen trennen sich 0:0

Topspiel im Janhnstadion

Im Top – Spiel der Oberliga Westfalen trennen sich der SC Wiedenbrück und der RSV Meinerzhagen mit 0:0. Aufgrund mehrerer guter Torchancen im zweiten Durchgang, fühlte sich der Punkt nach Spielschluss zwar okay an, es hätten aber eben auch gern derer drei sein dürfen. Die intensive und bis zum Ende hochspannende Begegnung wurde allerdings von der schweren Verletzung Oliver Zechs überschattet, der sich ohne Gegeneinwirkung das Knie verdrehte bereits nach 27 Minuten ausgewechselt werden musste.

Bei seinem Pflichtspieldebüt als Trainer des SC Wiedenbrück ließ Daniel Brinkmann Leon Tia hinten rechts verteidigen („Er hat riesige Qualität und muss etwas Vertrauen spüren“) und ließ im Sturmzentrum Winterneuzugang Jakub Przybylko von der Kette.

Vor fast 500 Zuschauern startete die Begegnung vielversprechend. Bereits nach drei Minuten verpasste Simon Schubert eine von Jakub Przybylko verlängerte Ecke nur um einen Wimpernschlag und sorgte so für ein erstes, wohlwollendes Raunen im Jahnstadion. Die beste Einschussmöglichkeit der gesamten ersten Hälfte besaßen nach zwölf Minuten aber die Gäste, als Marcel Hölscher einen Schuss aus acht Metern von Ron Berlinski aus dem Winkel boxte. Anschließend entwickelte sich ein brettharter, aber immer fairer, Abnutzungskampf um die Tabellenspitze, der zumeist rund um die Mittellinie ausgetragen wurde und aus dem die Gäste bis zum Halbzeitpfiff als leichter Punktsieger hervorgingen.

Zum zweiten Durchgang erschien unsere Elf deutlich präsenter, griffiger und es gelang ihr nun das Spielgeschehen nahezu ausnahmslos in des Gegners Hälfte zu verlegen. Die erste, dicke Torchance ergab sich nach knapp einer Stunde, als „Kuba“ Przybylko sich im Strafraum durchgetankt hatte und von Sven Wurm mit einem Kontakt an der Ferse zu Boden gebracht wurde. Einzig der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Julian Engelmann, der sich bereits zuvor dem Verdacht entledigte hatte, ein Heimschiedsrichter zu sein, blieb aus.

Nachdem Johannes Focher nur wenige Minuten später einen Schuß von Aday Ercan entschärft hatte, zappelte die Kugel nach 70 Minuten dann zwar im Meinerzhagener Netz, aber Schiedsrichter Engelmann erkannte dem Treffer von David Hüsing aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung, die Anerkennung. Die beste Wiedenbrücker Phase hätte dann der eingewechselte Phil Beckhoff krönen können, aber unserem eingewechselten Außenstürmer fehlten wenige Millimeter, als er die Kugel aus halblinker Position nach Zuspiel von Aday Ercan an den rechten Pfosten jagte (75.). In der Schlussphase scheuten beide Teams das letzte Risiko und nahmen damit jeweils einen Punkt mit, der aufgrund der zweiten Hälfte für die Gäste vielleicht einen Tick glücklicher ausfiel aber eben auch nicht unverdient war.

„Meinerzhagen ist gut reingekommen und hat sich im ersten Durchgang leichte Vorteile erspielt. In der zweiten Halbzeit waren wir einen Tick besser, haben sehr gut hinten rausgeschoben und hatten sehr gute Tormöglichkeiten. Ich denke es war ein gelungenes Debüt, wir haben gegen einen starken Gegner aus dem Spiel so gut wie nichts zugelassen und hatten in der zweiten Halbzeit auch Chancen, um das Spiel zu gewinnen“, konnte Daniel Brinkmann mit seinem ersten Einsatz in der Wiedenbrücker Oberligacoachingzone absolut zufrieden sein.

Und weil es so schön war, knipsen wir am kommenden Freitag schon wieder das Licht im Jahnstadion an. Ab 19:30 Uhr schaut dann der FC Gütersloh zum Kreisderby in Wiedenbrück vorbei und verspricht uns garantiert den nächsten heißen Tanz!

Text: Daniel Bremehr (SC Wiedenbrück)