11. Oktober 2021 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Ausgleich in letzter Sekunde

2:2 gegen RW Ahlen

Spielbericht des SC Wiedenbrück:

Ganz bitter! In er zweiten Minute der Verlängerung kassiert der SC Wiedenbrück den den 2:2 Ausgleich gegen RW Ahlen und verpasst damit nur hauchdünn den sechsten Saisonsieg. Vor über 600 Zuschauern ging unsere Mannschaft durch zwei Standardtore von Bjarne Pudel (32.) und Tim Böhmer (45.) bis zur Pause mit 2:0 in Führung. Gianluca Marzulla stellte nach 52. Minuten zunächst den Anschluss her, ehe Jan Holldack in der Nachspielzeit einen Querschläger zum 2:2 ins Tor köpfte.

Kniffelig fing er Abend bereits frühzeitig für Daniel Brinkmann an, denn mit Lukas Szeleschus (Haarriss am Wadenbeiköpfchen), Lukas Demming, Said Harouz (beide erkrankt) und Tim Geller fehlten unserem Coach gleich vier Kicker mit absoluten Startelfambitionen.

Gegen extrem tief stehende und lediglich auf Umschaltmomente lauernde Gäste war der SCW um Spielkontrolle bemüht und trug seine Angriffe zumeist über David Hüsing (rechts) und Fabian Broswoski (links) aus.

Erste Torgelegenheiten ergaben sich für Saban Kaptan (sein Kopfball fliegt über das Tor) und gleich zwei Mal Leon Tia, dessen Feuerbälle von der Außenbahn aber jeweils knapp ihr Ziel verfehlten.

Auf der Gegenseite stempelte Marcel Hölscher nach 18 Minuten an, als er zunächst einen Schuss von Romario Wiesweg aus dem linken Eck boxte (18.) und anschließend gegen Jan Holldack spektakulär klärte (26.).

Danach spielte unsere Elf brachial ihr Stärke bei Standardsituationen aus. Nach etwas über einer halben Stunde nickte zunächst Bjarne Pudel lässig nach einem Getümmel im Anschluss an eine Ecke ein (32.), ehe kurz vor der Pause der heranfliegende Tim Böhmer eine Hüsing – Ecke im Stile des jungen Horst Hrubesch ins Netz rammte (45.)

Angenehmer Nebeneffekt, mit den beiden Treffern regelte unsere Mannschaft auch die Lautstärke der Ahlener Fans deutlich herunter, die zuvor den Wiedenbrückern an sich lautstark Tendenzen zur interfamilären Kopulation andichten wollten.

Nach wenigen Minuten im zweiten Durchgang war der gesamten Besatzung im Jahnstadion schnell klar, dass die Partie trotz des Wiedenbrücker Zwei-Tore-Vorsprungs noch nicht entschieden war, denn der eingewechselte Gianluca Marzullo netzte nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff umgehend zum 1:2 Anschluss und holte damit die Spannung zurück in das Spiel.

Munter kombinierenden Ahlenern nahm Daniel Brinkmann erst nach einer Stunde das Tempo, als er mit der Einwechslung von Oliver Zech auf eine kompakte 5:4:1 Grundordnung wechselte und damit die Räume in der Defensive verdichtete.

So gut wie der Plan in der Defensive aufging, so lag die Ursache für den späten Ausgleich für unseren Trainer in der Offensive: „Wir haben schon viele gute Spiele gemacht. Aber in der zweiten Halbzeit war das von speziell in der Offensive deutlich zu wenig“, so bemühten sich seine Mannschaft zwar redlich mit dem 3:1 Entscheidung herzustellen, aber abgesehen von zwei Situationen, in denen Manfredas Ruzgis zunächst im Strafraum gehalten wurde, aber letztlich auch nicht wirklich strafstoßwürdig zu Boden ging (86.) und zwei Minuten später im Anschluss an einen Eckball am langen Pfosten das Tor verfehlte (88.).

Letztlich war es dann an Jan Holldack in der zweiten Minute der Nachspielzeit den nicht unverdienten aber aufgrund des Zeitpunkts glücklichen Ausgleich für die Gäste zu erzielen.

Damit reist unsere Mannschaft am kommenden Samstag als Tabellenachter zu RW Essen und wird dort versuchen, die heute verlorenen zwei Punkte zurückzuholen. Das soll ja ab und an schon mal ganz gut funktioniert haben.

Freuen wir uns drauf!

Bilder: ©echtebilder.com

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