6. März 2017 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Da hat es wieder gemerkelt!

Zweiter Treffer im zweiten Spiel

Da hat es wieder gemerkelt!

Der SC Wiedenbrück ringt der U23 von Borussia Dortmund in einem über weite Phasen packenden Spiel mit einem 1:1 (0:1) einen Punkt ab und meldet sich damit eindrucksvoll nach der 1:3 Niederlage in Aachen zurück.

Im Vergleich zur Vorwoche stellte Ali Beckstedde seine Mannschaft gleich mehrfach um. So lief Julian Wolff für den am Sprunggelenk verletzten Michael Wiemann neben Robin Twyrdy in der Innenverteidigung auf, Marko Stojanovic stürmte über die rechte Außenbahn, Stipe Batarilo lief frisch entsperrt auf der Zehn auf und Gökan Lekesiz agierte in der Sturmspitze.

Das Spiel startete dann auch erwartungsgemäß. Die junge Borussia ließ die Kugel fluffig durch die eigenen Reihen zirkulieren und zwang unsere Mannschaft durch zahlreiche Seitenverlagerungen immer wieder in die Bewegung.

Der SCW atmete die spielerische Überlegenheit des BVB aber mit massivem läuferischen Einsatz locker weg und verbuchte gleich die erste Chance des Spiels, als Gökan Lekesiz eine flache Hereingabe von Paterson Chato nur haarscharf verpasste (6.).

Fortan übernahm die Borussia zwar die Kontrolle über Spiel und Ball, klare Torchancen erspielte sich der Tabellendritte jedoch nicht. So war es dann schon folgerichtig, dass die Borussia sich den Lohn für Ihren Aufwand mit einem Schuss aus der zweiten Reihe holte. Denn nach gut einer halben Stunde jagte Marco Hober die Kugel aus gut 20 Metern zum 0:1 messerscharf in die rechte untere Ecke und ließ Marcel Hölscher keine Abwehrmöglichkeit.

Gleich im Gegenzug die Megachance für unsere Mannschaft als Paterson Chato eine Batarilo – Ecke mit Druck auf das Dortmunder Tor schickte, Bonmann bereits geschlagen war, aber ausgerechnet Gökan Lekesiz die Kugel so unglücklich an den Fuß bekam, dass der Ball von dort wieder aus dem Tor sprang.

Fortan zeigte die Elf von Daniel Farke warum sie zu den besten Truppen der Liga zählt. Denn bei dicksten Chancen von Jonas Arweiler, Patrick Mainka und Hamadi Al Ghaddioui, die jeweils blitzeblank vor Marcel Hölscher auftauchten, benötigte der SCW ein wohlwollendes Augenzwinkern des Fußballgottes, um nicht höher in Rückstand zu geraten. Schämen musste sich dafür aber niemand, denn nach der Schlussphase in Aachen hatten unsere Jungs da aber auch noch einen gut.

Zur Pause wechselte Ali Beckstedde für den leicht angeschlagenen Paterson Chato mit Pierre Merkel einen frischen Stürmer ein. Gökan Lekesiz rutschte dafür eine Position zurück, Stipe Batarilo übernahm die rechte Außenbahn und Marko Stojanovic wechselte nach links.

In dieser neuen Konstellation entwickelte unsere Elf eine nahezu urgewaltige Wucht, die selbst die kantigen Dortmunder Innenverteidiger nicht stoppen konnten. So hatte der Sekundenzeiger nach Wiederanpfiff seine erste Runde noch nicht ganz gedreht, da rammte Pierre Merkel das Spielgerät per Kopf zum Ausgleich ins Netz und ließ sich anschließend zurecht von Zuschauern und Mitspielern feiern.

Das 1:1 pumpte den schwarzblauen Kickern sichtlich Mut und Spielfreude in die Herzkranzgefäße, so dass die Borussia zunächst Probleme hatte so etwas wie Stabilität zu finden und bei Schüssen von Oliver Zech und Stipe Batarilo Glück hatte, nicht noch den zweiten Treffer hinnehmen zu müssen.

Erst nach einer Monster-Kopfballchance von Hamadi Al Ghaddioui, der die Kugel nur um Millimeter am Tor vorbeisetzte, fand die Borussia wieder zurück ins Spiel (75.) und hatte im weiteren Verlauf primär durch Standardsituationen die ein oder andere Halbchance auf den Siegtreffer. Die klarste Gelegenheit machte Marcel Hölscher in der Nachspielminute zunichte, als er nach einem Kopfball des eingewechselten Moritz Fritz die Kugel im Getümmel unter sich begrub und damit einen Heimpunkt gegen den BVB festhielt.

Damit schnappt der SCW einen ganz wichtigen Punkt, den unsere Elf am kommenden Samstag bei der U23 des FC Schalke hochgradig veredeln kann.

 

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