20. Februar 2017 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Derby ohne Finish

1:1 gegen den SC Verl

Derby ohne Finish

Der SC Wiedenbrück trennt sich im ersten Spiel nach der Winterpause vom SC Verl mit 1:1 (0:0) unentschieden. Nachdem der schwarzweiße Sportclub in der ersten halben Stunde einige gute Chancen ungenutzt verstreichen ließ, arbeitete sich unsere Elf nach und nach besser in die Partie und erzielte nach 76 Minuten durch einen Volleyschuss von Gökan Lekesiz aus knapp 25 Metern die Führung. Eine Unaufmerksamkeit nur zwei Minuten später ermöglichte Daniel Schaal dann im gefühlten Gegenzug den 1:1 Ausgleich, da heute Abend das traditionelle Tor-Finish in den Schlussminuten ausblieb, teilten sich am Ende also beide Mannschaften nicht unverdient die Punkte.

Zum Auftakt in die Rückrunde verzichtete Ali Beckstedde zunächst auf seine Winterneuzugänge und startete mit David Lauretta neben Oliver Zech auf der Sechs und Pierre Merkel neben Gökan Lekesiz in der Offensive. Den erkrankten Daniel Latkowski ersetzte Marvin Büyüksakarya hinten rechts in der Viererkette.

Auf dem schwammigen Untergrund startete unsere Elf zwar willig, fand aber eine gute halbe Stunde keinen echten Zugang zu Ball und Gegner. So agierten die Gäste 30 Minuten stets einen Gedanken schneller und hatten schnell zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten auf dem Deckel, bei denen sich der SCW teils bei Marcel Hölscher bedanken konnte, der gleich mehrfach bärenstark einen Rückstand verhinderte.

Erst nach einer guten halben Stunde, als David Lauretta mit der ersten guten Wiedenbrücker Torchance die Kugel am langen Pfosten vorbei jagte, ruckelten sich die Spielanteile zurecht und unsere Elf hatte nun mehr vom Spiel. So boten sich bis zur Pause dann noch Pierre Merkel (38.), Oliver Zech (39.) und erneut Merkel, der völlig freistehend geblockt wurde (42.) dicke Optionen auf die Führung. Auf der Gegenseite musste „Hölle“ nochmal aktiv gegen Yannick Geissler eingreifen, der zuvor Mariusz Rogowski die Kugel im Spielaufbau abgeluchst hatte.

Im zweiten Abschnitt waren die Rollen schnell verteilt. Während der SC Verl gut gestaffelt in der eigenen Hälfte stand und auf schnelle Umschaltaktionen lauerte, wählte unsere Mannschaft das, auf diesem Boden, einzig adäquate Gegenmittel und überbrückte die ersten beiden Verler Abwehrreihen mit langen Bällen in die Spitze, wo sich Pierre Merkel unablässig in die Zweikämpfe mit der Innenverteidigung der Gäste warf.

Da aber weder die langen Bälle des SCW noch die Konterhaltung der Verler lange Zeit erfolgversprechende Aktionen nach sich zogen, schienen beide Herangehensweisen nicht tauglich, um das Gegenüber jeweils in Bedrängnis zu bringen. Diese änderte sich ab der 76. Minute binnen 120 Sekunden dann aber ebenso gänzlich wie abrupt.

Denn zunächst legte Pierre Merkel einen eben genau dieser langen Bälle flauschig weich für Gökan Lekesiz ab, der die Kugel per Laserstrahlkatapult aus 25 Metern in den Knick krawumste: Ein fantastischer Treffer, der jeden Cent des Eintrittsgeldes wert war.

In Folge des brachialen Einschlags wird das Verler Netz noch vibriert haben, als nur wenige Sekunden später Yannick Geissler seinen Kollegen Daniel Schaal über die rechte Schiene in Richtung Marcel Hölscher auf die Reise schickte und dieser mit einem technisch wertvollen Lupfer ins lange Eck zum 1:1 ausglich und damit eben genau die gewünschte Umschaltaktion erfolgreich abschloss.

In der Schlussviertelstunde neutralisierten sich beide Mannschaften auch in Folge der kräftezehrenden Platzverhältnisse zusehends, so dass vor den 1.006 Zuschauer am Ende ein schiedliches 1:1 Unentschieden stand.

Mit diesem Punkt baut der SCW den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf nun sieben Zähler aus und reist am kommenden Karnevalssamstag zum Aachener Tivoli und trifft dort nicht ganz überraschend auf die dortige Alemannia. Anstoß ist um 14 Uhr.


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