19. Januar 2017 / Allgemeines

Erst kratzen, dann starten

Umwelt-Tipp der Stadt Rheda-Wiedenbrück

Erst kratzen, dann starten

Laternenparker haben es zurzeit nicht leicht. Jeden Morgen ist das Auto mit einer dicken Schicht Eis oder Raureif bedeckt und muss mühsam freigekratzt werden. Häufig geschieht dies bei laufendem Motor, vermutlich in der Hoffnung, es ginge dann schneller. Manche Fahrzeughalter machen es sich sogar noch leichter. Sie kratzen gar nicht, sondern lassen das Fahrzeug im Stand eine Viertelstunde und länger warmlaufen, bis alles aufgetaut ist und gehen in der Zwischenzeit in Ruhe frühstücken...

Nach Aussagen von Kfz-Herstellern und Automobilclubs ist dies technisch völlig unsinnig. Es kann zu Starterproblemen und Schäden an Motor, Getriebe und Auspuff führen. Der Motorverschleiß wird erhöht. Nicht im Leerlauf, sondern beim Fahren im mittleren Drehzahlbereich wird am schnellsten die optimale Betriebstemperatur erreicht. Auch der Benzinverbrauch ist zu bedenken: Drei Minuten im Leerlauf verbrauchen so viel wie ein Kilometer Fahrtstrecke.

Wen die technischen Argumente nicht überzeugen, der sollte wissen, dass es auch klare gesetzliche Regelungen gibt. Danach ist das unnötige Laufenlassen von Motoren verboten. Hierdurch sollen Lärmbelästigungen und unnötiger Schadstoffausstoß vermieden werden. Ein kalter Motor ist wegen der hohen Drehzahl besonders laut, zudem stößt er die doppelte bis dreifache Menge an Schadstoffen es. Bei Verstößen drohen empfindliche Geldbußen.

Deshalb die dringende Empfehlung der Umweltberaterin Dorothee Kohlen: Erst kratzen, dann starten – falls man am Vorabend vergessen hat, eine Folie auf die Frontscheibe zu legen. Insbesondere für Kurzstrecken besteht vielleicht die Möglichkeit, auf Fahrrad oder Bus umzusteigen. Oder man überlegt den Einbau einer schadstoffarmen Standheizung.

Foto: Dorothee Kohlen empfiehlt: Erst kratzen, dann starten!

 

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