28. März 2017 / Sport in Rheda-Wiedenbrück

Sah einfach aus. War es aber nicht.

1:1 in Siegen

Sah einfach aus. War es aber nicht.

Der SC Wiedenbrück und die Sportfreunde Siegen trennen sich nach durchwachsenen 90 Minuten 1:1 (0:0) unentschieden. In einem Spiel, das aufgrund der Tabellensituation und des desolaten Platzes lange Zeit die Ereignisamplitude ähnlich des Paarungsverhalten zweier querschnittsgelähmter Riesenschildkröten aufwies, nahm erst kurz vor dem Ende an Fahrt auf, als die Gastgeber zunächst durch Manuel Lueken in Führung gingen (88.) und Paterson Chato mit einer Volleyklatsche aus 16 Metern in der 2. Minute der Nachspielzeit den Ausgleich besorgte.

Mit zwei Spitzen (Pierre Merkel & Gökan Lekesiz) und zwei offensiven Außenspielern (Daniel Latkowski und Stipe Batarilo) vor Oliver Zech und Carsten Strickmann auf der Doppelsechs wollte Ali Beckstedde dem designierten Absteiger vor den knapp 800 Zuschauern beikommen und damit die nächsten Punkte im Abstiegskampf einsammeln.

Nach wenigen Spielminuten war dann aber klar, wer an diesem Nachmittag der hartnäckigste Gegner unserer Elf sein sollte: Das Gartenbauamt der Stadt Siegen. Nicht das man den dortigen Mitarbeitern einen Vorwurf machen könnte, aber der Rasen im Leimbachstadion hatte zu keinem Zeitpunkt seinen Namen verdient und glich eher einem Parcours bei der Fernsehsendung „Spiele ohne Grenzen“.

Denn bei nahezu jedem Pass- Schuss- oder Dribbelversuch sprang das Spielgerät vor verschiedenste abstehende Körperteile, in der Regel nur nicht gegen den Fuß und war damit schlicht unmöglich zu kontrollieren. Das wiederum hatte zur Folge, dass sich unsere Mannschaft, die in der ersten Halbzeit einen spielerischen Überhang verzeichnen konnte, ihr Heil nach knapp 20 Minuten zumeist in Fernschüssen suchte, da der massive Siegener Riegel mit spielerischen Mitteln auf dem Untergrund nicht zu knacken war.

Ertrag brachte dieses Unterfangen aber leider auch nicht und so war ein Kopfball von Julian Wolff im Anschluss an eine Ecke von Stipe Batarilo lange Zeit die einzige Torchance im gesamten Spiel (48.)

Erst zwei Minuten vor dem Ende der Partie dann der nächste ernstzunehmende Torschuss und damit auch das erste Tor des Tages: Nach einer brettharten Hereingabe von der rechten Seite hielt Manuel Lueken den Schlappen passend in die Flugbahn und stellte somit auf 0:1.Ganz bitter, denn eigentlich hätte dieser Fußballnachmittag nicht wirklich einen Treffer verdient gehabt!

In den letzten Sekunden war unsere Mannschaft dann alles nach vorne was nach vorn zu werfen war und wurde letztlich durch einen absolut sehenswerten Treffer von Paterson Chato belohnt, der die Kugel volley aus 16 Metern in den Giebel jagte: Kann man so machen!

Letztlich blieb ein Punkt aus einer Partie, die auf den ersten Blick mehr hätte erwarten lassen aber unter dem Strich sehr kompliziert zu spielen war.

Darum nehmen wir diesen Zähler erstmal mit und schauen am Ende wofür der dann genau noch gut ist!

Weiter geht es für unsere Mannschaft dann am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen die SG Wattenscheid. Anstoß ist dann um 14 Uhr im Jahnstadion!

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