Der starke Wirbelsturm «Biparjoy» hat mit viel Wind und Regen das indische Festland erreicht. Er habe dabei Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometer pro Stunde erreicht, sagte der Chef des indischen Wetterdienstes, Mrotyunjoy Mohapatra, in einer im örtlichen Fernsehen übertragenen Rede am Donnerstagabend (Ortszeit). Die Küste habe der Zyklon demnach zunächst bei den Distrikten Kutch und Saurashtra im Bundesstaat Gujarat erreicht. Es gebe hohe Wellen und Überschwemmungen würden erwartet. Die Menschen würden angewiesen, drinnen zu bleiben. Der Sturm würde sich mit rund 15 Kilometern pro Stunde fortbewegen. Er solle schließlich auch die Megametropole Karachi im Nachbarland Pakistan erreichen - voraussichtlich gegen Mitternacht (Ortszeit), wie es von örtlichen Behörden hieß. Im Vorfeld wurden laut örtlichen Behördenangaben in den beiden Ländern mehr als 100.000 Menschen von den Küstenregionen in temporären Unterkünften in Sicherheit gebracht. Fischer wurden angewiesen, nicht auf die See zu fahren. Züge in der betroffenen Region in Indien fielen aus. Armee, Marine, Luft- und Küstenwaffe in Indien stehen eigenen Angaben nach bereit, um in den betroffenen Gebieten Hilfe zu leisten. Auch in Pakistan seien Rettungsteams in Stellung, sagte die dortige Klimaschutzministerin Sherry Rehman bei einer Pressekonferenz. Die Welthungerhilfe warnte vor großen Ernteverlusten durch den Sturm und den damit einhergehenden Regenfällen in den betroffenen Regionen. Fluten zu dem Zeitpunkt könnten einen großen Teil der Reisernte in der landwirtschaftlich geprägten pakistanischen Provinz Sindh zerstören, so die Hilfsorganisation auf Twitter. Anwohner in Pakistan berichteten der Deutschen Presse-Agentur vor der Ankunft des Sturms, dass die Lage bei ihnen zunächst ruhig war. «Wir hoffen, dass er glatt vorüberzieht», so ein Ingenieur aus der Hafenstadt Karachi. Die Windstärke hätte sich im Vergleich zu den Tagen davor etwas gelegt.
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Zyklon «Biparjoy» erreicht das indische Festland
Mit hohen Wellen kündigt der Wirbelsturm seine Ankunft auf dem Festland an. Schwere Überschwemmungen werden erwartet. Mehr als 100.000 Menschen sind bereits in Sicherheit gebracht worden.
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