Etwa 10.000 Menschen haben nach Polizeiangaben heute an der Berliner Technodemonstration «Zug der Liebe» teilgenommen. Die Veranstaltung sei «insgesamt friedlich verlaufen», wie ein Polizeisprecher am Abend berichtete. Die Organisatoren wollten mit der Demonstration auf soziale Vereine aufmerksam machen, die sich «Nächstenliebe zu ihrem Alltag gemacht haben», wie es auf ihrer Webseite heißt. An der Demonstration nahmen den Angaben nach insgesamt elf Organisationen teil, die mit eigenen oder vom Verband gestellten Wagen fahren. Das Motto der diesjährigen Demonstration lautete «Mehr Liebe für die Welt von morgen». «Wir können nicht die Probleme der Welt lösen, aber wir wollen denen, die weltweit oder lokal Menschen in Krisen- und Katastrophengebieten mit Obdach und lebenswichtigen Hilfsgütern versorgen, supporten wo wir können», sagte der Sprecher des Vereins Zug der Liebe, Jens Schwan. Der Verein sei 2015 als Reaktion auf die Pegida-Märsche gegründet worden. Pegida ist eine 2014 gegründete und bis heute aktive nationalistische und islamfeindliche Organisation, die sich gegen die Einwanderungs- und Asylpolitik der Bundesrepublik richtet. Seitdem habe sich alles geändert, sagte der Sprecher. «Mehr als 340 Millionen Menschen weltweit sind in humanitärer Not, mehr als 100 Millionen auf der Flucht. Und in Deutschland liegt eine hetzende Gruppierung ohne eine einzige sinnvolle Antwort auf die Krisen unserer Zeit bei 20 Prozent Zustimmung.» Damit ist die AfD gemeint, die bei Umfragen im Juli eine hohe Zustimmung bekommen hat.
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«Zug der Liebe»: Technofans tanzten durch Berlin
Wie kann man auf soziale Vereine aufmerksam machen, die sich für Menschen in humanitärer Not einsetzen? Zum Beispiel mit einer Technoparade. So geschehen in Berlin.
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