22. Oktober 2025 / News aus der Welt

Fall Rebecca: Polizei sichert Spuren und beendet den Einsatz

Die Berliner Polizei hat ihren Einsatz in Brandenburg beendet. Die dort gesicherten Spuren im Fall Rebecca sollen nun ausgewertet werden. Was dort gefunden wurde, ist nicht bekannt.

Die Polizei setzt die Ermittlungen im Fall Rebecca fort. (Archivbild)
Veröffentlicht am 22. Oktober 2025 um 15:35 Uhr von dpa

Im Fall der seit mehr als sechs Jahren vermissten Rebecca aus Berlin-Neukölln hat die Berliner Polizei bei ihrem Großeinsatz in Brandenburg Spuren gesichert. Sie sollen nun ausgewertet werden. Das teilten die Berliner Polizei und die Staatsanwaltschaft Berlin gemeinsam mit. 

Ob sie tatsächlich im Zusammenhang mit Rebeccas Tod stehen, sei Gegenstand der Ermittlungen. Die Auswertung werde voraussichtlich mehrere Wochen Zeit in Anspruch nehmen. 

Um welche Art von Spuren es sich handelt, wurde nicht bekannt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft hatte bereits darauf hingewiesen, dass Beweismittel nach rund sechseinhalb Jahren teilweise nicht mehr oder nur noch im begrenzten Umfang vorhanden seien. 

Die Berliner Polizei hat ihren Einsatz in Brandenburg inzwischen beendet. Die Ermittlungen dauern aber nach wie vor an. Nach der Veröffentlichung eines Zeugenaufrufs sind rund 50 Hinweise bei der Polizei Berlin eingegangen, denen nachgegangen werde. 

Polizei wertet Hinweise aus

Die Polizei hatte Anwohnerinnen und Anwohner um Hinweise auf Beobachtungen gebeten, die auf ein Versteck oder das Vergraben des Leichnams von Rebecca hindeuten könnten. 

Dabei geht es auch um das Auto der Familie, einen pinken Twingo, von dem die Polizei wissen will, wer den Wagen rund um den 18. Februar 2019 gesehen hat. Hinweise nimmt die Polizei weiterhin entgegen. 

Die damals 15 Jahre alte Rebecca war am Morgen des 18. Februar 2019 im Berliner Stadtteil Britz im Bezirk Neukölln verschwunden. Die Nacht hatte sie laut Angaben der Familie und der Polizei im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers verbracht. 

Seitdem wird sie vermisst. Die Ermittler vermuten schon länger, dass der heute 33-jährige Schwager die Jugendliche getötet hat. Der Mann bestreitet das. Seine Verteidigung wollte sich zu einer Anfrage anlässlich des Großeinsatzes nicht äußern.

Einsatz mit Bagger und Leichenspürhunden 

Die Berliner Polizei war ab Montagmorgen zwei Tage lang südöstlich von Berlin in Brandenburg im Großeinsatz. Zuerst untersuchten die Ermittler Hilfe von Leichenspürhunden, einem Bagger und einer Drohne ein Grundstück im Ortsteil Lindenberg der Gemeinde Tauche im Landkreis Oder-Spree, das der Großmutter des Schwagers gehört.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten den Einsatz damit begründet, es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der Hauptverdächtige die Jugendliche im Februar 2019 getötet und ihre Leiche sowie Gegenstände von ihr zumindest vorübergehend auf das Grundstück in Tauche gebracht haben könnte.

Am Tag darauf nahmen sie ein nahegelegenes Gelände in Herzberg, einem Ortsteil der Gemeinde Rietz-Neuendorf, unter die Lupe. Erneut kamen ein Bagger, eine Drohne und ein Messgerät zu Einsatz, ein sogenannter Bodenradar, zum Einsatz, mit dem nach Objekten im Untergrund gesucht werden kann. Die Suche wurde am Dienstagnachmittag beendet. 

Die Großeltern des Hauptverdächtigen sollen nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft bis 2005 in Herzberg gelebt haben. Er soll sich in dem Haus auf dem Grundstück ausgekannt haben, das inzwischen einen baufälligen Eindruck macht.


Bildnachweis: © Christophe Gateau/dpa
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