12. Oktober 2022 / News aus der Welt

WHO warnt: Bei Affenpocken-Überwachung nicht nachlassen

Die Zahl der Menschen, die sich mit Affenpocken infizieren, geht weltweit zurück. Trotzdem warnt die WHO, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist.

Der Generaldirektor der WHO Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor einem zu leichtfertigen Umgang mit den Affenpocken.
von dpa

Trotz weltweit rückläufiger Zahlen an Affenpocken-Nachweisen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem leichtfertigen Umgang mit der Krankheit. «Wenn Fallzahlen zurückgehen, kann ein Ausbruch um so gefährlicher sein», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. «Das kann uns dazu verleiten, zu glauben, die Krise sei vorüber, und dass wir nicht mehr wachsam zu sein brauchen.»

Die WHO warnt davor, dass sich die Lage schnell und zunächst unbemerkt verschlimmern könnte, wenn die Überwachung zu früh nachlässt. Das beklagt sie auch bei der Corona-Pandemie. Es werde zu wenig getestet, und es würden zu wenig Virus-Sequenzen ermittelt. So sei es schwierig, die Ausbreitung zu überwachen und neue Varianten schnell zu entdecken.

Affenpockenfälle seien zuletzt neu aus dem Sudan gemeldet worden, darunter aus einem Flüchtlingslager nahe der Grenze zu Äthiopien, berichtete Tedros. Auch in 21 Ländern in Süd- und Mittelamerika sei die Zahl der gemeldeten Fälle in der vergangenen Woche gestiegen. Weltweit wurden der WHO mehr als 70.000 Infektionen und 26 Todesfälle gemeldet. In Deutschland geht die Zahl der Affenpocken-Nachweise nach Angaben des Robert-Koch-Instituts seit August zurück. Zuletzt seien es weniger als 50 Fälle pro Woche gewesen.


Bildnachweis: © Christophe Gateau/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Tevex Logistics setzt auf E-Sattelzugmaschine mit Stern
Partner News

Absichtserklärung für Bestellung über 50 eActros LongHaul

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach Todesfahrt vom Berliner Ku'damm startet der Prozess
News aus der Welt

Das Areal zwischen Gedächtniskirche und Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin wird Schauplatz eines schrecklichen Ereignisses. Ein Auto rast in Fußgängergruppen. Nun kommt es zum Prozess.

weiterlesen...
Wie klingen Farben?
Für die ganze Familie

Fidolino-Kinderkonzert im Wiedenbrücker Stadthaus

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach Todesfahrt vom Berliner Ku'damm startet der Prozess
News aus der Welt

Das Areal zwischen Gedächtniskirche und Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin wird Schauplatz eines schrecklichen Ereignisses. Ein Auto rast in Fußgängergruppen. Nun kommt es zum Prozess.

weiterlesen...
Fast 5000 Tote nach Erdbeben in Türkei und Syrien
News aus der Welt

Die Situation ist dramatisch, Menschen frieren, immer mehr Tote werden nach den schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet gezählt. Die Hilfe kommt aufgrund widrigster Umstände nur langsam voran.

weiterlesen...