13. Dezember 2024 / News aus der Welt

WHO: Tod durch Ertrinken - 300.000 sterben in einem Jahr

Wasser kann ein gefährliches Element sein. Die Zahl der Ertrinkenden ist weltweit hoch. Maßnahmen und Vorschriften zur Vorbeugung sind laut WHO in vielen Ländern mangelhaft.

Manche Menschen können aus dem Wasser gerettet werden, wie hier in einer Übung. (Archivbild)
Veröffentlicht am 13. Dezember 2024 um 14:30 Uhr von dpa

Weltweit sind nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2021 rund 300.000 Menschen ertrunken. Das geht aus dem nun veröffentlichen WHO-Report zum Ertrinkungstod hervor. Mit jeweils rund 83.000 ertranken die meisten Menschen demnach in Südostasien und der Pazifik-Region, zu der auch Ostasien gehört. Seit dem Jahr 2000 ist den Angaben zufolge die Häufigkeit dieser Todesart um 38 Prozent gefallen. Den stärksten Rückgang gibt es demzufolge mit 68 Prozent in Europa. In Afrika ist dagegen kein markantes Minus festzustellen. 

Unter den Opfern besonders viele Kinder

Vor allem Kinder verlieren ihr Leben im Wasser. Jedes vierte Todesopfer war laut WHO jünger als fünf Jahre. 20 Prozent waren zwischen 5 und 14 Jahre alt. Generell gehöre Ertrinken zu den häufigsten Todesursachen in dieser Altersgruppe. Das Problem sei vor allem ein Phänomen der armen Staaten. «Arme und ausgegrenzte Menschen sind unverhältnismäßig stark vom Ertrinken betroffen», so der Report. 

Fehlende Prävention 

Ein Grund dafür seien fehlende oder geringe Anstrengungen zur Prävention. Nur ein Viertel der Staaten, deren Daten für den Bericht ausgewertet wurden, hätten Vorbeugungs-Programme. Außerdem seien die gesetzlichen Vorschriften oft mangelhaft, so die WHO weiter.

Nur 38 Prozent der betrachteten Staaten hätten verbindliche Regeln für lebensrettende Ausrüstung an Bord von Schiffen. Auch im privaten Bereich fehlten Gesetze. Nur wenige Staaten würden zum Beispiel einen Zaun für Pools vorschreiben, um den Zugang von kleinen Kindern zu erschweren.


Bildnachweis: © Uwe Anspach/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kapitän nach Fährunglück vor Zypern festgenommen - Acht Tote
News aus der Welt

Wie konnte es zu dem Fährunglück mit mehreren Toten kommen? Auf Zypern wird der Kapitän des Schiffes festgenommen - viele Menschen werden noch vermisst.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
News aus der Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
News aus der Welt

In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
News aus der Welt

In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.

weiterlesen...
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
News aus der Welt

In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.

weiterlesen...