14. Dezember 2022 / News aus der Welt

WHO hofft auf Ende der Corona-Pandemie im Jahr 2023

Ende 2020 hatte die WHO die «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausgesprochen. Nun ist eine Aufhebung im Gespräch.

Der Generaldirekto der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hofft, die Pandemie im kommenden Jahr für beendet erklären zu können.
Veröffentlicht am 14. Dezember 2022 um 16:34 Uhr von dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist optimistisch, dass der globale Gesundheitsnotstand wegen der Corona-Pandemie im nächsten Jahr aufgehoben werden kann. Die Hoffnung sei, im nächsten Jahr zu sagen: «Dies ist keine Pandemie mehr», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Klar sei aber auch: «Das Virus wird bleiben.» Die Welt habe aber die Werkzeuge - Impfstoffe, Medikamente und Verhaltensregeln -, um damit fertig zu werden.

Auch die Zahl der Fälle von Mpox (Affenpocken) sei um mehr als 90 Prozent zurückgegangen, und in Uganda habe es seit einer Weile nun keine neuen Ebola-Fälle mehr gegeben, sagte Tedros. Mit Blick auf 2023 meinte er: «Es gibt viele Gründe zur Hoffnung, aber auch viele Gründe zur Sorge.» Er erwähnte unter anderem die Hungerkrise vor allem in Afrika, die vielerorts weiterhin mangelhafte Abwasserentsorgung, ungesunde Ernährung sowie Malaria- und Tuberkulose-Erkrankungen.

Die WHO kann nicht eine Pandemie «für beendet» erklären. Der Begriff Pandemie kommt im Instrumentarium der WHO, den internationalen Gesundheitsregeln, gar nicht vor. Sie kann nur die darin beschriebene und Ende 2020 wegen Corona verhängte «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» (PHEIC) aufheben. Die Erklärung einer Notlage soll vor allem Regierungen wachrütteln, damit sie Schutzmaßnahmen ergreifen und zusammenarbeiten. Auflagen erlässt aber jedes Land seperat. Eine Aufhebung von Corona-Vorschriften etwa in Deutschland ist nicht daran gebunden, dass die WHO die Notlage aufhebt. Ein unabhängiger Expertenrat betrachtet die weltweite Lage regelmäßig und empfiehlt der WHO, ob eine Notlage aufgehoben oder beibehalten werden soll.


Bildnachweis: © Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa
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