29. Juli 2025 / News aus der Welt

Waldbrand in Spanien außer Kontrolle - ein Unfalltoter

Westlich von Madrid frisst sich ein Waldbrand durch bergiges Gebiet. Hunderte Feuerwehrleute und Helfer sind im Einsatz. Einer von ihnen starb bei einem Unfall auf dem Weg zum Einsatz.

Bei einem Waldbrand westlich von Madrid waren Löschflugzeuge und -hubschrauber wie hier bei einem Feuer Ende Juli im Norden Spaniens im Einsatz. (Archivbild)
Veröffentlicht am 29. Juli 2025 um 17:41 Uhr von dpa

Ein Feuer in der spanischen Provinz Ávila ist außer Kontrolle geraten und hat nach offiziellen Angaben bisher mehr als 500 Hektar Wald und Buschland zerstört. «Die Lage ist nicht ermutigend», sagte Ángel Iglesias, technischer Leiter der Brandbekämpfung in der Kleinstadt Mombeltrán etwa 95 Kilometer westlich von Madrid. Im Verlauf des am späten Montagabend ausgebrochenen Feuers starb ein Feuerwehrmann, als er mit seinem Privatwagen auf dem Weg zum Einsatz von der Straße abkam, wie der Zivilschutz auf der Plattform X mitteilte.

Während die teils meterhoch aufschießenden Flammen von Löschflugzeugen und -hubschraubern direkt aus der Luft bekämpft wurden, legten die Mannschaften am Boden Schneisen an, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Starker Wind fache die Flammen in dem unwegsamen und bergigen Gelände aber immer wieder an, sagte Iglesias. Zudem sei dort sehr viel brennbare Vegetation. Die Gegend hatte sich gerade erst einigermaßen von einem verheerenden Waldbrand im Jahre 2009 erholt.

Experten warnen schon länger, dass viele Wälder Spaniens nicht ausreichend gepflegt und gesäubert würden und sich deshalb dort auch wegen ergiebiger Regenfälle zum Jahresbeginn zu viel Biomasse angesammelt habe. Die sei nun durch die Hitze der vergangenen Wochen und die intensive Sonneneinstrahlung knochentrocken. 

«Die Wälder sind ein Pulverfass», warnte der Forstexperte Rosendo Castelló kürzlich in der Zeitung «La Vanguardia». In den vergangenen 50 Jahren habe die Waldfläche um etwa 20 Prozent zugenommen, weil die Landwirtschaft auf weniger produktiven Flächen eingestellt worden sei. Wo früher kleine Felder das Überspringen von Flammen verhinderten, stehe heute flächendeckend Wald.


Bildnachweis: © Adrián Irago/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Langzeitstudie: Ton im Straßenverkehr wird immer rauer
News aus der Welt

Die Aggressivität im Straßenverkehr nimmt einer Umfrage zufolge zu - nicht nur unter Autofahrern.

weiterlesen...
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
News aus der Welt

Das Feuer aus Belgien rückt nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber dennoch weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Langzeitstudie: Ton im Straßenverkehr wird immer rauer
News aus der Welt

Die Aggressivität im Straßenverkehr nimmt einer Umfrage zufolge zu - nicht nur unter Autofahrern.

weiterlesen...
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
News aus der Welt

Das Feuer aus Belgien rückt nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber dennoch weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.

weiterlesen...