Die Menschen der von einem Vulkanausbruch bedrohten Stadt Grindavík auf Island müssen sich darauf einstellen, längere Zeit nicht in ihren Häusern wohnen zu können. Behörden hatten den Ort mit etwa 3700 Einwohnern vor einer Woche nach einer Erdbebenserie vorsichtshalber evakuiert. Mehrere Häuser seien beschädigt, sagte der Direktor des Zivilschutzes, Vídir Reynisson, nach Angaben des isländischen Rundfunksenders RUV am Samstag. Auch wegen der andauernden Unsicherheit müssten sich Bewohner darauf einstellen, in den kommenden Monaten woanders zu leben, zitierte ihn der Sender. Der Wetterdienst in Island hält es für wahrscheinlich, dass flüssiges Gestein aus einem seit Wochen aktiven Magma-Tunnel im Südwesten des Landes austreten wird. Noch ist unklar, an welcher Stelle Lava austreten würde. In der Nacht zum Sonntag wurden erneut etliche Erdbeben registriert. Darunter war eines mit der Stärke 3,7, wie der Wetterdienst online schrieb. Nach Angaben des Senders RUV waren die Erschütterungen auch in der Hauptstadtregion Reykjavík zu spüren. Sie hätten im Laufe der Zeit weniger und schwächere Erdbeben gemessen, sagte Kristín Jónsdóttir vom Wetterdienst dem Sender RUV zufolge am Samstag. Das könne darauf hindeuten, dass das Magma in der Erdkruste weit nach oben gestiegen sei. Der britische Fernsehsender Sky News zeigte Luftaufnahmen vom Ort Grindavík - am Boden waren teils deutliche Risse zu sehen. Grindavík liegt rund 40 Kilometer südwestlich von Reykjavik. Die Einwohner mussten vor einer Woche ihre Häuser verlassen, weil ein etwa 15 Kilometer langer Magma-Tunnel unter Grindavík hindurch bis unter den Meeresboden verläuft. Die nahe gelegene Blaue Lagune, eine der bekanntesten Touristenattraktionen des Landes, war ebenfalls vorsichtshalber geschlossen worden.
Bildnachweis: © Bjorn Steinbekk/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Vulkangefahr auf Island: Menschen vor ungewisser Zukunft
Die Hafenstadt Grindavík liegt nun verlassen da. Die Menschen mussten ihre Häuser räumen, weil im Südwesten Islands ein Vulkanausbruch droht. Der Leiter des Zivilschutzes bereitet sie darauf vor, dass sie vor einer unsicheren Zeit stehen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
Neueste Artikel
- 8. Oktober 2026
Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.
- 8. Oktober 2026
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Oktober 2026
Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.
- 8. Oktober 2026
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.

