10. Mai 2026 / News aus der Welt

Vierjähriges Kind von Zug erfasst und tödlich verletzt

Mit seinem Laufrad überquert ein vierjähriges Mädchen einen Bahnübergang, als die Schranken bereits geschlossen sind. Es kommt zu einem schlimmen Unglück.

Nach dem Unfall vermessen Polizisten die Unglücksstelle.
Veröffentlicht am 10. Mai 2026 um 11:50 Uhr von dpa

Ein vierjähriges Kind hat einen Bahnübergang am Bodensee mit seinem Laufrad überquert und ist dabei von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Als die Schranken bereits geschlossen waren, sei das Mädchen mit seinem Laufrad über den Bahnübergang in der Ortsmitte von Sipplingen gefahren, teilte die Polizei mit. 

Bahnübergang mit Halbschranken

Trotz einer Notbremsung erfasste ein Regionalexpress am Samstag das Kind. Die Vierjährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Dort starb das Mädchen in der Nacht an seinen Verletzungen. 

Der Bahnübergang war laut den Ermittlern mit sogenannten Halbschranken ausgestattet. Das bedeutet, dass die Schranken lediglich über die Hälfte der Fahrbahn reichen und nicht auch die Gegenspur versperren. 

Psychologen betreuen Eltern und Fahrgäste

Die Eltern des Mädchens seien zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Weitere Details zu dem Unfallhergang nannte er nicht. 

In dem Zug sollen zu diesem Zeitpunkt etwa 65 Fahrgäste gesessen haben. Sie blieben alle körperlich unverletzt. Psychologen und Sanitäter betreuten die Eltern, die Fahrgäste, das Zugpersonal sowie weitere Zeugen. 

Die Bahn zeigt sich nach dem Unglück tief bestürzt: «Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Angehörigen», teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Zur Betreuung des Zugpersonals sei nach dem Unfall ein Notfallmanager gekommen. Lokführer werden nach solchen Vorfällen immer ausgewechselt und nach Hause gebracht. 

Polizei untersucht Unglücksort

Nach dem Unglück errichteten Einsatzkräfte große Sichtschutzwände auf dem Bahnübergang und Polizisten begannen, den Unfallort zu vermessen. Die Regionalbahn stand an einem Bahnsteig wenige Meter hinter der Unglücksstelle. Zudem hatten Einsatzkräfte eine angrenzende Straße gesperrt. Dort standen mehrere Autos von Feuerwehr und Rettungsdienst. 

Sipplingen ist eine kleine Stadt mit etwa 8.000 Einwohnern und liegt direkt am Bodensee, gut fünf Kilometer westlich von Überlingen.


Bildnachweis: © Reinert/swd-medien /dpa
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