25. August 2022 / News aus der Welt

Viele Landtiere von Oder-Katastrophe bislang verschont

Noch immer rätseln Experten, warum massenhaft Fische in der Oder verendeten - getippt wird auf Algengift. Warmblüter, die an Land leben, sind deshalb wahrscheinlich nicht betroffen.

Farbenprächtig leuchtet der Morgenhimmel über dem deutsch-polnischen Grenzfluss.
Veröffentlicht am 25. August 2022 um 04:41 Uhr von dpa

Das massive Fischsterben in der Oder bedeutet Experten zufolge für viele Landtiere keine direkte Gefahr. «Nach bisherigen Erkenntnissen sind nur kaltblütige Tierarten betroffen, wie Fische, Muscheln und Schnecken», sagt Dirk Treichel, Leiter des Nationalparks Unteres Odertal. Zu den sogenannten kaltblütigen Tieren gehören unter anderem Fische, Amphibien und Reptilien, nicht aber Vögel und Säugetiere.

Weltweit habe es bereits verschiedene andere Fälle von massenhaftem Fischsterben durch das in der Oder gefundene Algengift gegeben, sagte Christian Wolter vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. «Bei ähnlichen Katastrophen wurde nicht berichtet, dass auch warmblütige Tiere betroffen sind.»

In der Oder wurden auf polnischer und deutscher Seite in den vergangenen Wochen massenhaft tote Fische entdeckt und eingesammelt. Die Ursache für das Fischsterben ist bislang unklar. Jedoch wurde in Wasserproben sowohl in Polen als auch in Deutschland eine giftige Alge festgestellt.

Neben Hunderten Tonnen toter Fische, die entlang der Oder bereits geborgen wurden, seien in Ufernähe nun auch riesige Teppiche toter Wasserschnecken zu beobachten, so Treichel. Auch viele tote Muscheln treiben demnach an die Wasseroberfläche.


Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
News aus der Welt

Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
News aus der Welt

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.

weiterlesen...
Tötungsdelikt in Supermarkt – Verdächtiger schwer verletzt
News aus der Welt

Nach einer tödlichen Attacke in einem Supermarkt sichert die Polizei den Tatort. Die Ermittlungen laufen, der mutmaßliche Täter ist schwer verletzt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
News aus der Welt

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.

weiterlesen...
Tötungsdelikt in Supermarkt – Verdächtiger schwer verletzt
News aus der Welt

Nach einer tödlichen Attacke in einem Supermarkt sichert die Polizei den Tatort. Die Ermittlungen laufen, der mutmaßliche Täter ist schwer verletzt.

weiterlesen...