Auf einem Bremer Friedhof wurde ein Mann mit Armbrust und Hammer angegriffen. Nun hat das Landgericht Bremen ein angeklagtes Ehepaar wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die 43-Jährige muss demnach sieben Jahre ins Gefängnis, der 50-Jährige vier Jahre, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Revision ist möglich. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Paar im August vergangenen Jahres versuchte, den Mann heimtückisch zu töten. Dieser ist ein Ex-Partner der angeklagten Frau, die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Dem Urteil zufolge schoss die 43-Jährige dem Mann mit der Armbrust einen Pfeil in den Rücken. Der Mann ging zu Boden und konnte sich den Pfeil herausziehen. Der 50-jährige Angeklagte ging mit einem Hammer auf den Mann los, verfehlte das Opfer aber. Als der angegriffene und verletzte Mann um Hilfe schrie, floh das Paar. Hintergrund der Tat waren Streitigkeiten um das Sorge- und Umgangsrecht, wie die Gerichtssprecherin berichtete. Dem Urteil zufolge war die Frau die treibende Kraft und hatte die führende Rolle. Das Paar habe aber gemeinsam geplant und die Tat auch gemeinsam ausgeführt. Das Gericht stufte beide als voll schuldfähig ein, auch wenn bei beiden eine Persönlichkeitsstörung festgestellt wurde. Die Angeklagten hatten sich während der Verhandlung zu der Tat geäußert, das Gericht wertete die Angaben aber nicht als volles Geständnis. Der Sprecherin zufolge war nicht alles plausibel. Wichtig waren demnach die Angaben des Opfers, das auch Nebenkläger war. Die Angeklagte bleibt weiter in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Bis das Urteil rechtskräftig ist, ist er auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage hatten sechs Jahre Haft für die Angeklagte und fünf Jahre Haft für ihren Ehemann wegen versuchten Mordes gefordert. Die Verteidigung plädierte für eine Bewährungs- oder Geldstrafe wegen Körperverletzung.Pfeil in den Rücken geschossen
Frau soll treibende Kraft gewesen sein
Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Versuchter Mord auf Friedhof - Haftstrafe für Ehepaar
Sie schießt ihm einen Pfeil in den Rücken, er greift den Mann mit einem Hammer an. Nach einem ungewöhnlichen Mordversuch auf einem Bremer Friedhof ist ein Ehepaar verurteilt worden.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 10. April 2026
Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch
Österliche Ideen für Zuhause, zum Verschenken und für den Friedhof: Blumenhaus Wagner bringt den Frühling in die Feiertage.
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
Neueste Artikel
- 16. April 2026
Wal lebt noch - neuer Rettungsversuch soll starten
Noch lebt der bei Wismar gestrandete Buckelwal. Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch starten – trotz des ungewissen Ausgangs.
- 16. April 2026
Zugbegleiter trotzt Gewalt und bekommt Ehrung für sein Herz
Oft trifft sie der Unmut der Fahrgäste. Erst kürzlich starb ein Zugbegleiter nach einem Angriff. In Gedenken an ihn startet eine Ehrung für Eisenbahner, die besonders viel Menschlichkeit zeigen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. April 2026
Wal lebt noch - neuer Rettungsversuch soll starten
Noch lebt der bei Wismar gestrandete Buckelwal. Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch starten – trotz des ungewissen Ausgangs.
- 16. April 2026
Zugbegleiter trotzt Gewalt und bekommt Ehrung für sein Herz
Oft trifft sie der Unmut der Fahrgäste. Erst kürzlich starb ein Zugbegleiter nach einem Angriff. In Gedenken an ihn startet eine Ehrung für Eisenbahner, die besonders viel Menschlichkeit zeigen.

